Teil 3: Irdische Auswirkungen der Annäherung von Nemesis und seinem begleitenden Kometenschwarm

echcc teil 23
© Sott.net

Kapitel 23: Das 'Aufbrechen' der Erde - Erdbeben, Eruptionen und Erdfälle


Abbildung 95 zeigt die Erde und einige der Effekte, die wir durch eine Verringerung der Rotationsgeschwindigkeit erwarten könnten. Auf der linken Seite sehen wir die Erde mit einer normalen Drehgeschwindigkeit. Beachten Sie, dass der Planet auf der Ebene des Äquators wegen der Zentrifugalkraft etwas breiter ist (ellyptische Form). Auf der rechten Seite ist die Erde mit einer reduzierten Drehgeschwindigkeit dargestellt. Diese Verlangsamung induziert eine Verringerung der Zentrifugalkraft, was einen mechanischen Stress auf die Lithosphäre (Erdkruste) ausübt. Die Kompressionskräfte (rote Pfeile) wirken in den tieferen Breitengraden (um den Äquator), während die Dehnungskräfte (grüne Pfeile) auf die höheren Breitengrade wirken. Folglich wird der Planet deformiert: Seine Form wird weniger ellyptisch und eher kugelförmig. Natürlich ist diese Deformation in der Abbildung übertrieben dargestellt (ovale Form links und Kugelform rechts), um den Effekt zu verdeutlichen.

Earth slowdown shape
© Sott.net
Abbildung 95: Die Auswirkungen einer reduzierten Drehgeschwindigkeit auf die Erde (Spannung, Kompression und Form)
Wir haben bereits erörtert, wie eine reduzierte Sonnenaktivität das elektrische Feld der Erde (Oberfläche-Kern) verringert.342 Dieses elektrische Feld fungiert als ein kraftvoller ‘Binder’ des Planeten, wodurch die (relativ) negative Erdoberfläche durch den (relativ) positiven Kern angezogen wird und dabei buchstäblich die Oberfläche und den Kern zusammenzieht. Reduzierte Bindung führt zu einem ‘loseren’ Planeten, wodurch ‘Teile’ der Erde nicht mehr so fest zusammengehalten werden.

Magnet iron fillings

Abbildung 96: Ein Magnet zieht, hält und bindet
die ansonsten lockeren und inkohärenten Eisenspäne aneinander
Schauen wir uns ein einfaches Beispiel an, um dieses Prinzip zu illustrieren. Stellen Sie sich einen Elektromagneten vor (ein Magnet, der durch Elektrizität angetrieben wird) auf den Sie verschiedene Stahlformen streuen: Scheiben, Muttern, Metallspäne... Alle diese unterschiedlichen Größen und Formen von Stahl, werden stark an den Magnet gezogen und bilden einen relativ kohärenten und starken Mantel. Stellen Sie sich jetzt vor, was geschehen würde, wenn der Magnet abgeschaltet wird. Das gesamte Stahlmaterial wird plötzlich locker, "haftet" nicht mehr aneinander und die unterschiedlichen Stahlformen sind jetzt in jede Richtung frei beweglich und verlieren somit ihre Kohärenz und Bindung. Wenn die Sonnenaktivität sinkt, geschieht in gewissem Maße das gleiche mit der Erdkruste: Die heterogenen Teile, welche die Kruste bilden (Erde, Steine, Berge, Kontinentalplatten...) sind nicht mehr so fest miteinander verbunden und haben mehr "Freiraum" sich voneinander weg zu bewegen.

Diese zwei oben erwähnten Faktoren - die reduzierte Geschwindigkeit der Erdumdrehung und das verringerte elektrische Feld der Erde (Oberflächen-Kern) - wirken zusammen und verursachen ein buchstäbliches ‘Aufbrechen’ des Planeten, was wiederum die Ursache für verschiedene Effekte auf der Erde sein könnte, die in den letzten Jahren plötzlich begonnen haben oder sich in der Häufigkeit erhöhen: d.h. die Entstehung von neuen Inseln, neue Geysire, Erdfälle, Vulkanschlote und Risse, Ausgasungen, Erdrutsche, etc...

In den folgenden Abschnitten werden wir uns auf ein paar Effekte fokussieren, die dieses ‘Aufbrechen’ verursachen: Zuerst beschäftigen wir uns mit zwei Marko-Effekten, d.h. Erdbeben und Vulkanausbrüche, und dann mit einem Phänomen, das lokal begrenzter ist: Erdfälle.

Erdbeben und Vulkanausbrüche

Abbildung 97 zeigt die weltweite jährliche Häufigkeit von Erdbeben343 (orange Kurve) mit einer Stärke von 6.0 oder höher und die weltweite jährliche Anzahl von Vulkanausbrüchen344 (blaue Kurve).

Von 1973 bis 1996 war die Häufigkeit von Erbeben und Vulkanausbrüchen nahezu stabil und erhöhte sich nur leicht von Jahr zu Jahr. Ab 1996 ist jedoch eine Beschleunigung bemerkbar. Vulkanausbrüche stiegen von etwa 59 jährlichen Eruptionen am Ende der 1990er auf rund 75 Ausbrüche pro Jahr im Zeitraum von 2007 - 2010 (+30%).

Heute hat der Anstieg der Vulkanaktivität ein solches Niveau erreicht, dass Ende November 2013 35 Vulkane aktiv am Ausbrechen waren345 inklusive Vulkane, die seit Jahrzehnten inaktiv waren.346

Man könnte argumentieren, dass der Anstieg der Häufigkeit und Intensität von Erdbeben und Vulkanausbrüchen zumindest teilweise eine Folge der Prozesse der Verlangsamung und des 'Aufbrechens' ist:

1. Die geringe Reduzierung der Drehgeschwindigkeit der Erde übt einen mechanischen Stress auf die Kruste aus (Kompression in tieferen Breitengraden und Dehnungskräfte in höheren Breitengraden). Diese Belastung verformt die Kruste. Diese Deformierung ist an den schwächsten Stellen der Kruste ausgeprägter und kann dort sogar teilweise zu Rissen führen: Also an den Verwerfungslinien (Grenzen zwischen tektonischen Platten), welche typischerweise die Gebiete darstellen, an denen seismische und vulkanische Aktivitäten stattfinden.

Number Earthquakes
© Sott.net
Figure 97: Number of earthquakes (orange curve) and number of volcanic eruptions (blue curve) over the period
1973–2011.

Abbildung 97: Anzahl von Erdbeben (orange Kurve) und Vulkanausbrüchen (blaue Kurve) zwischen 1973 und 2011.
Ring of fire
© MSNBC
Abbildung 98: Der pazifische Feuerring
2. Der Mantel hat eine höhere Dichte als die Kruste347 und daher auch eine höhere Schwungkraft (Momentum). Aus diesem Grund kann sich der Mantel nicht so schnell wie die Kruste verlangsamen. Diesen Unterschiede zwischen der Rotation der Kruste und des Mantels nennt man Krusten Schlupf (crustal slippage - AdÜ). Die Fluidität des Mantels ermöglicht den Schlupf, induziert durch den unterschiedlichen Schwung der Kruste348 , des oberen Mantels und des Kerns. Diese Geschwindigkeitsdifferenz kann Reibungen und Spannungen im Grenzbereich zwischen der Kruste und dem Mantel auslösen. Diese Spannung kann die Kruste dann lokal verformen und Erdbeben und Eruptionen auslösen.349
Eine [Änderung] der Drehgeschwindigkeit der Erde würde Veränderungen der Magma-Ströme verursachen, angepasst an den neuen Äquator und die neue Drehgeschwindigkeit. Solche Veränderungen würden aber wahrscheinlich nicht überall einen einheitlichen Wandel auslösen, wegen dem ‘Wiederstands’-Faktor tief im Magma, obwohl [diese Änderung] sicherlich schreckliche Belastungen auf die Lithosphäre ausüben würde. 350
3. Die Reduzierung des elektrische Feldes der Erde (Oberflächen-Kern) verringert die Bindungskraft und lockert die tektonischen Platten relativ zueinander. Die Platten können sich dann freier relativ zueinander bewegen. Diese relative Bewegung (Divergenz, Konvergenz oder die Verschiebung) ist eine der Hauptursachen für Erdbeben und Vulkanausbrüche.

4. Ein letzter Faktor, der bei Erdbeben und Vulkanausbrüchen eine Rolle spielt, ist der Elektromagnetismus:
“Einige Wissenschaftler sind auf den Zusammenhang zwischen Sonnenflecken und Erdbeben aufmerksam geworden und wollen Sonnenflecken-Daten dazu verwenden Erdbeben vorherzusagen. Laut Theorie kann eine Intensivierung des Magnetfeldes Veränderungen in der Geosphäre [sprich: der Kruste] verursachen. Die NASA und die European Geosciences Union haben dieser Theorie bereits ihren Zustimmungsstempel verpasst: [Die Theorie] legt nahe, dass bestimmte Veränderungen im Sonne-Erd-Umfeld das Magnetfeld der Erde beeinflussen, was wiederum Erdbeben in Gegenden verursachen kann, die dafür anfällig sind. Es ist nicht klar wie so ein Auslöser funktionieren könnte.”351
Tatsächlich werden schon seit Jahrzehnten immer wieder "seltsame" Erdbeben-Vorläufer aufgezeichnet: Niederfrequente elektromagnetische Emission,352 Anomalien im magnetischen Feld, Erdbebenlichter in und um Bergzüge und Berggipfel, Temperaturanomalien über weiten Gebieten, die auf Satellitenaufnahmen zu sehen sind und Veränderungen der Plasma-Dichte der Ionosphäre.353

Das Problem mit der elektrischen Natur von Erdbeben ist, dass Gesteine sehr schlechte elektrische Leiter sind und dennoch scheinen Erbeben zumindest teilweise elektrischen Gesetzmäßigkeiten zu folgen. Wie kann es also sein, dass solche schlechten Leiter überhaupt elektrische Phänomene manifestieren?

Types of tectonic plate movement
© age-of-the-sage.org
Abbildung 99: Die verschiedenen Arten von tektonischen Platten-Bewegungen und die daraus resultierenden seismischen und vulkanischen Aktivitäten
Tatsächlich hat NASAs Senior Wissenschaftler Friedemann T. Freund bewiesen, dass Gesteine nicht immer schlechte Leiter sind. Wenn Gesteine mechanischen Schocks oder mechanischem Stress ausgesetzt werden, steigt die Leitfähigkeit plötzlich dramatisch an und sie werden sehr gute Leiter:
...magmatische und metamorphe Gesteine, die einen Großteil der Erdkruste bilden, enthalten elektrische Ladungsträger, die in der Vergangenheit [von der Wissenschaft] übersehen wurden. Diese Ladungsträger sind Defektelektronen im Valenzband, das heißt, positive Löcher. Unter normalen Bedingungen sind sie inaktiv, aber wenn sie ‘aufwachen’, beginnen die Steine zu funkeln und zu leuchten.354
Abbildung 100 zeigt das Verhalten einer Gesteinsprobe (Granit - lila Rechteck), wenn sie einem mechanischen Schock ausgesetzt wird (‘Einschlag’- gelber Pfeil und horizontale gelbe Linie). Der elektrischer Strom (untere blaue Kurve) wird durch eine Elektrode oben (rotes Rechteck) und drei Spulen (orange, grüne und blaue Rechtecke) gemessen. Vor dem Einschlag zeichnen die Elektrode und die drei Spulen fast kein elektrisches Signal auf. Es fließt fast kein Strom im Gestein. Nach dem Einschlag (etwa 50 Mikrosekunden später) fängt die Granitprobe an den Strom zu leiten. Alle drei Spulen und die Elektrode verzeichnen einen plötzlichen Anstieg des elektrischen Stroms, der durch den Stein fließt.

Also kann der Großteil der Erdkruste plötzlich sehr leitfähig werden, wenn sie einem mechanischen Schock/Stress ausgesetzt wird: Zum Beispiel , wie oben erwähnt, bei einem Stress, der durch die Verlangsamung und das Aufbrechen der Lithosphäre der Erde ensteht. Wenn hohe Leitfähigkeit erreicht ist, kann ein elektrischer Strom zwischen verschiedenen Regionen mit unterschiedlichem elektrischen Potentialen enstehen.355 Dieser Strom wird unter anderem durch das oben erwähnte elektrische Feld der Erde (Oberflächen-Kern) gespeist.

Figure 100
© Sott.net, adapted from F.T. Freund
Abbildung 100: Elektrische Effekte eines mechanischen Einschlages auf einen Granit: Aufgezeichnet durch drei magnetische Aufnahmespulen und eine Elektrode.
An diesem Punkt könnte vielleicht ein zweites Phänomen ins Spiel kommen: Die Piezoelektrizität . Einige Kristalle und im speziellen Quarzkristalle kommen sehr häufig in Granit vor356 und verformen sich wenn sie elektrischem Strom ausgesetzt werden (diese Tatsache ist fast schon das genaue Gegenteil des oben erwähnten Phänomens, wo mechanische Deformationen den Stromfluss auslösen) .

Man könnte deshalb also vermuten, dass Erdbeben so etwas wie unterirdische Blitzschläge sind. Also haben Erdbeben und unterirdische elektrische Phänomene eine ähnliche Korrelation wie Blitze und elektrische Phänomene in der Atmosphäre: Eine einfacher Prozess der Ladungsausgleichung erzeugt einige mechanische Nebeneffekte: Luftwellen (Gewitter) produzieren Blitze und Wellen in der Kruste (Erdstöße) produzieren Erdbeben.

Abbildung 100 verdeutlicht, wie alle diese Phänomene, welche die Konsequenz der verringerten Sonnenaktivität sind, miteinander interagieren und somit zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen beitragen könnten.

Erdfälle

Zusammen mit Erdbeben und Vulkanausbrüchen könnten Erdfälle eine weitere Auswirkung des ‘Aufbrechens’ der Erde sein. Erdfälle werden üblicherweise folgendermaßen definiert:
Ein Erdfall ist im Prinzip jede zusammengefallene oder schalenförmige Struktur, die durch einen Hohlraum unter der Erde ensteht, der eine Vertiefung [auf der Oberfläche] verursacht und alles in seiner Umgebung [in das Loch] absinken lässt. 357
Hypothesized mechanisms solar activity earthquakes
© sott.net
Abbildung 100: Theoretischer Mechanismus, durch den eine reduzierte Sonnenaktivität Erdbeben und Vulkanausbrüche verstärken kann
Erdfälle gibt es in allen möglichen Formen und Größen. Ihr Volumen kann von nur wenigen Litern bis zu 100 Millionen Kubikmetern variieren.

Der offiziell größte Erdfall der Welt ist der Xiaozhai Tiankeng358 in China. Er ist bis zu 662 Meter tief und hat ein Volumen von über 119 Millionen Kubikmetern. Seit dem Altertum ist er unter der lokalen Bevölkerung bekannt.359 Der Devil’s Millhopper Erdfall in Florida der vor fast 20,000 Jahren entstand360, ist ein weiterer Riese und im Sima de las Cotorras Erdfall361 in Chiapas, Mexiko kann man sogar antike Höllenmalereien bewundern, die von seinem beträchtlichen Alter zeugen.

Also sind Erdfälle in der Tat kein neues Phänomen; üblicherweise wurden sie bisher als alte geologische Formationen untersucht, die oft einen eigenen Namen besitzen und meistens mit Wasser gefüllt sind, weil sie jahrelang Regen und/oder Grundwasser ausgesetzt waren.

Da sich die meisten ‘alten’ Erdfälle in ländlichen und/oder in felsigen Gebieten befinden, können industrielle Ursachen, die vom Menschen verursacht werden, ausgeschlossen werden. Die fortschreitende Auflösung362 des unterirdischen Gesteins kann also auch weiterhin unbestritten als die wahrscheinlichste Ursache für die meisten alten Erdfälle bestehen bleiben.

Xiaozhai Tiankeng, the largest sinkhole in the world.
© Public domain
Abbildung 102: Xiaozhai Tiankeng, der größte Erdfall der Erde.
Cave-type painting on a cliff of the Sima de las Cotorras sinkhole
© Mayantravelguide.com
Abbildung 103: Höllenmalereien an einem Kliff des Sima de las Cotorras Erdfalls.
sinkhole Guatemala City
© Reuters/Daniel LeClair
Abbildung 104: 30. Mai 20110; Ein gigantischer Erdfall öffnet sich in Guatemala-Stadt und verschluckt eine Kreuzung und ein Haus mit drei Stockwerken.
Jedoch begann sich diese ‘Landschaft’ anscheinend vor kurzem, im Jahr 2004, zu verändern: Mit einer Meldung, die offenbar eine der ersten modernen Berichte über das plötzliche Auftauchen einer neuen Generation von Erdfällen darstellt:
Für die Leute in Wildwood ist es schlichtweg unglaublich: Ein kompletter See mit über 4000 Quadratmetern ist innerhalb von nur wenigen Tagen verschwunden, so als ob jemand einen Badenwannen-Stöpsel gezogen hat. Lake Chesterfield fiel am Wochenende in einen Erdfall, was die Hausbesitzer in diesem wohlhabenden Vorort von St. Louis wundern lies, ob der Wert ihrer Häuser vielleicht zusammen mit dem Seeblick verschwunden ist. 363
Im Rückblick auf die Berichte der letzten zehn Jahre scheint sich das Erscheinen von neuen Erdfällen im Jahr 2007 plötzlich beschleunigt zu haben, als sich ein gigantischer Erdfall in Guatemala-Stadt öffnete.364 Ein zweites Monsterloch enstand dort im Jahr 2010 (Abbildung 104).

Die Häufigkeit von Erdfällen hat sich in den letzten drei oder vier Jahren anscheinend dermaßen erhöht, dass inzwischen immer mehr Menschen überraschend ‘verschluckt’ werden und sogar in städtischen Gebieten durch dieses Phänomen ums Leben kommen.365 Häuser und Fahrzeuge verschwinden inzwischen auch in immer größeren Zahlen in diesen Löchern.366 Während diese Häufigkeit anscheinend immer mehr ansteigt werden zeitgleich auch immer mehr Erklärungen über dieses erstaunliche Phänomen von Experten vorgeschlagen, einschließlich Faktoren, die vom Menschen verursacht werden wie: Beschädigungen von unterirdischen Wasserleitungen oder kollabierte Abwasserkanäle,367die zur Auflösung des unterirdischen Gesteins führen, der Schwund des Grundwassers wegen Fracking,368 lockerer Erdboden als Resultat von Fluten (eine Variable, die der ‘meschengemachten globalen Erwärmung’ zugeschrieben wird), hastige oder unvollständig gebaute Häuser oder Infrastrukturen, verlassene Kohleminen, schwerer Regen nach einer starken Dürre,369 und so weiter und sofort.

 Harrisburg’s sinkhole map
© New York Daily News
Abbildung 105: Eine Karte der Erdfälle in der Stadt Harrisburg im US-Bundesstaat Pennsylvania
Während einige Erdfälle vielleicht tatsächlich durch die oben erwähnten menschlichen Faktoren verursacht werden, bleibt jedoch die Frage, wie dieser plötzliche, und im Großen und Ganzen globale Anstieg von neu geformten Erdfällen zu erklären ist? Löst sich Gestein plötzlich schneller auf?370 Haben sich Rohre in der Kanalisation plötzlich dazu entschieden zur gleichen Zeit in weit von einander entfernten Regionen zu kollabieren? Selbst das ‘Fracking’, welches in den USA in den letzten Jahren stark gefördert wird, kann nicht all diese neuen Erdfälle erklären, besonders in den Gegenden wo Fracking überhaupt nicht praktiziert wird.

Beachten Sie, dass die meisten der oben erwähnten Ursachen auf der Auflösung von Gestein beruhen, jedoch nur drei Gesteinsarten wasserlöslich sind, nämlich: Steinsalz, Gips und Kalkstein. Deshalb kann diese Auflösung die Erdfälle nicht erklären, die sich plötzlich in nicht-löslichen Gesteinen wie z.B Granit öffnen.
map sinkholes in Alabama
© WSFA
Abbildung 106: Die roten Punkte auf dieser Karte zeigen die tausenden bekannten Erdfälle in Alabama.
Die Entstehung von neuen Erdfällen, von denen man vor dem Jahr 2004 fast nichts gehört hat371, ist mittlerweile so alltäglich geworden, dass inzwischen fast täglich von neue Erdfällen berichtet wird372. Anfang 2013 kam es in der Stadt Harrisburg373 in Pennsylvania374 (siehe Abbildung 105) zu einem außergewöhnlichen Ausbruch von 41 neuen Erdfällen und nur zwei Monate später geschah etwas ähnliches in der Stadt Samara in Russland, als sich dutzende Erdfälle in nur wenigen Wochen öffneten und Fahrzeuge auf belebten Kreuzungen verschluckten.375 Allein im US-Bundesstaat Alabama wurden mehr als 6000 Erdfälle identifiziert376 (siehe Abbildung 106).

Im US-Bundesstaat Missouri verzeichnete die USGS hunderte Erdfälle, von denen die meisten vor kurzem entstanden sind: Leider gibt es bisher keine Quelle, welche die tausenden Erdfälle, die in den letzten Jahren weltweit entstanden sind ausführlich auflistet. Wie bei den anderen Phänomenen, die wir bereits erwähnt haben ist auch in diesem Fall zu bemerken, dass die Mainstream-Medien dieses Phänomen grundsätzlich erst einmal herunterspielen, ‘normalisieren’ und es als ein harmloses, zumeist vom Menschen erzeugtes und übliches Ereignis verkaufen.

Missouri sinkhole map - 2007
© USGS
Abbildung 107: Erdfall-Karte von Missouri im Jahr 2007
Neu entstandene Erdfälle haben sich nicht nur in der Anzahl erhöht sondern auch der Schwere. Hätte man Ihnen vor 12 Jahren erzählt, dass ein Erdfall Menschen sprichwörtlich bei lebendigen Leib verschluckt,377 hätten Sie solch einen Bericht wahrscheinlich als eine Geschichte aus einem Horrorfilm abgetan. Mittlerweile ist es jedoch unsere heutige Realität geworden. In den letzten Jahren starben mehr als 20 Menschen durch eine neue Todesursache: ‘Tod durch Erdfall’.378

Da keine der offiziell propagierten Ursachen die plötzliche Entstehung von so vielen neuen Erdfällen in so vielen unterschiedlichen Gebieten erklären kann, müssen wir einen neuen Faktor in Betracht ziehen, der ihrer Entstehung zu Grunde liegen muss. Deshalb stellen wir uns die Frage ob das 'Aufbrechen' der Erde dieser neue Faktor sein könnte. Interessanterweise entstand der zuvor erwähnte Erdfall in Guatemala Stadt zur selben Zeit als am Pacaya Vulkan eine massive Eruption stattfand379 ; ein Vulkan, der sich nur 30 Meilen südlich von Guatemala-Stadt befindet, was eine Korrelation zwischen Erdfällen und Vulkanaktivität nahelegt, wie wir es mit unserer Hypothese des 'Aufbrechens' der Erde vorschlagen.

Fußnoten:

342Siehe Kapitel 20: ‘Einfluss der geringeren Sonnenaktivität auf die Erde’.
343Die Erdbeben Frequenz-Kurve basiert auf den Daten der USGS Erdbeben Datenbank.
344Die Ausbruchs Frequenz-Kurve basiert auf den Daten der Smithsonian Datenbank für Vulkanausbrüche.
345Mahapatra, L., ‘Mount Sinabung is just one of 35 currently erupting volcanoes’, International Business Times, 26. November 2013. Siehe: ibtimes.com/volcano-indonesia-one-35-currently-erupting-volcanoes-heres-where-they-are-map-1486 866
346Normalerweise beträgt das Aktivitäts-Level des Feuerrings eher zwischen 0 und 3 simultanen Vulkanausbrüchen.
347 Die Dichte der Kruste (die hauptsächlich aus Gesteinsmaterial besteht) liegt zwischen 2.7 und 3.3. Die Dichte des Mantels (der hauptsächlich aus Eisen und Silikaten besteht) liegt zwischen 3.3 und 5.7. Siehe: Geoman, ‘What is the best estimate of the densities of thevarious layers of the Earth?’, University of Oregon. Jersey.uoregon.edu/mstrick/AskGeoMan/geoQuerry57.html
348 Die Kruste besteht hauptsächlich aus Gesteinsmaterial und ist im Durchschnitt 30 km dick. Der Mantel ist in etwa 3,000 km dick und besteht haupsächlich aus Gestein der Olivingruppe. Im oberern Teil des Mantels ist das Gestein kalt und spröde während im unteren Teil des Mantels das Gestein warm und weich ist. Siehe: ‘Three parts of the Earth’s interior’, Geology. geology.com/nsta/earth-internal-structure.shtml
349Rankin, I. This Erratic Planet: What Happens When the Earth Changes Its Axis of Rotation, S.33
350Allan, D. & Delair J. Cataclysm!, Bear & Co, 1997, S.180
351‘Sunspots and Earthquakes’, Thunderbolts.info, 21. Dezember 2005. Siehe: www.thunderbolts.info/tpod/2005/arch05/051 221earthquake.htm
352Hattori, Katsumi, ‘ULF Geomagnetic Changes Associated with Large Earthquakes’, TAO, Vol. 15, No. 3, 329-360,September 2004
353Freund, T.F., 2003. ‘Rocks That Crackle and Sparkle and Glow: Strange Pre-Earthquake Phenomena’, Journal of Scientific Exploration, vol. 17, no. 1, S.37
354ebd., S.53
355Solche Effekte, in Kombination mit dem Ausstoß von Gasen aus dem Inneren der Erde (was eine weitere Konsequenz des ‘Aufbrechens’ darstellt), könnten ein weiterer Faktor bei der Entstehung von anormalen Feuern und Explosionen sein.
356Interessanterweise bestehen die meisten Bergketten aus Granit. Darüber hinaus sind Bergzüge auch eine der anfälligsten geologischen Formationen für Erbeben.
357Berlin, J., ‘Sinkhole Science: A primer’, 5. März 2013, National Geographic. Siehe: news.nationalgeographic.com/news/2013/03/130 305-florida-sinkhole-science-causes-world/
358Xiaozhai Tiankeng, WonderMondo. Siehe: www.wondermondo.com/Countries/As/China/Chongqing/Xiaozhai.htm
359Ibid.
360Ulmer, Gregory L., The Florida Landscape: Revisited, The Polk Museum, 1992
361‘Sima de las Cotorras’, SustainableTrip. Siehe: www.sustainabletrip.org/profile/sima-de-las-cotorras
362Lard, L., Paull, C., & Hobson, B., (1995). ‘Genesis of a submarine sinkhole without subaerial exposure’. Geology 23(10): 949 - 951.
363‘Woe! Lake begone!’, Associated Press, 11. Juni 2004. Sie: http://carour.com/trucking-safety-3/safety-3-2378.html
364‘Guatemala homes swallowed up by hole’, BBC. Siehe: news.bbc.co.uk/2/hi/americas/6391 117.stm
365‘Massive sinkhole kills five in south China town of Shenzhen’, News, 21. Mai 2013. Siehe: www.news.com.au/world/massive-sinkhole-kills-five-in-south-china-town-of-shenzhen/story-fndir2ev-1226647965 016
366‘Woman escapes after giant sinkhole swallows her car on US street’, The Telegraph, 4. Juli 2013. Siehe: www.telegraph.co.uk/news/worldnews/northamerica/usa/10159 096/Woman-escapes-after-giant-sinkholeswallows-her-car-on-US-street.html
367Cochran, M., ‘What causes sinkholes to form’, Accuweather, 22. April 2013. Siehe: www.accuweather.com/en/weathernews/sinkholes-proven-to-be-dangero/10802 869
368 Beim hydraulischen Fracking werden Chemikalien unter hohem Druck tief in die Erde gepresst, um an natürliche Gasvorkommen zu gelangen.
369Orndorff, R., ‘The Science of Sinkholes’, WAMU 88.5. Siehe: thedianerehmshow.org/shows/2013-03-20/science-sinkholes/transcript
370Siehe: Natural Environment Research Council, ‘Soluble rocks’, British Geological Survey.www.bgs.ac.uk/products/geosure/soluble.html
371 außer im kleinen Maßstab in Florida: Ein Staat, der sich über ‘Schweizer Käse’ Kalkstein befindet.
372Emric, A., ‘Bosnians panic as sinkhole swallows village pond’, Associated Press, 26 November 2013. Siehe: news.yahoo.com/bosnians-panic-sinkhole-swallows-village-pond-072935 587.html
373 Harrisburg liegt in Pennsylvania und hat in etwa 50,000 Einwohner.
374Caulfield, P., ‘Bankrupt Harrisburg, Pa., can’t fix the 41 sinkholes plaguing its streets’, New York Daily News, 1. Februar 2013. Siehe: www.nydailynews.com/news/national/photos-harrisburg-pa-plauged-sinkholes-article-1.1253 254
375Williams, A., ‘The Russian city being ‘eaten alive’: Cars, buses, and trucks disappear beneath the earth as they are swallowed by giant sinkholes’, Daily Mail, 9. April, 2013. Siehe: www.dailymail.co.uk/news/article-2306 085/Samara-The-Russian-city-eaten-alive-giant-sinkholes.html#ixzz2ooaMcTm8
376Henri, B., ‘Sinkhole Shock’, 30 April 2013, WSFA, Siehe: wsfa.com/story/22111 363/bryans-sinkhole-story
377Pearson, M. & Zarrella, J., ‘A loud crash, then nothing: Sinkhole swallows Florida man’, CNN, 5. März 2013. Siehe: www.cnn.com/2013/03/01/us/florida-sinkhole
378Campbell, A., ‘Killer Sinkholes: Unexpected Holes Swallow Entire Families, Cars And Homes’, Huffington Post, 1. März 2013. Siehe: www.huffingtonpost.com/2013/03/01/killer-sinkholes-deaths_n_2791 634.html
379‘Pacaya volcano erupts in Guatemala’, tvnz.co.nz, 31. Mai 2013. Siehe: tvnz.co.nz/world-news/pacaya-volcano-eruptsin-guatemala-5452 571