Im Stadtgebiet und in der Region steckten tausende von Autofahrern im Stau. Bei der Leitstelle gingen 1130 Anrufe ein.

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© Grundmann/dpa
Viele Straße in Nürnberg waren überschwemmt.
Nürnberg. Seit 30 Jahren hat es in Nürnberg nicht mehr so stark geregnet wie in der Nacht zum Mittwoch. Innerhalb von 14 Stunden sind pro Quadratmeter Boden 110 Liter Regen gefallen, wie die Experten des Eigenbetriebs Stadtentwässerung und Umweltanalytik (SUN) feststellten. Im Raum Gebersdorf verzeichnete SUN sogar einen hundertjährigen Starkregen - zwischen 22.50 und 0.30 Uhr. Der meiste Regen im Stadt gebiet war im Bereich zwischen Großreuth, Gebersdorf und der Südstadtgefallen. Die ausdauernden Regenfälle in der Stadt setzten am Dienstag gegen 22.50 Uhr ein. Zahlreiche Unterführungen waren bis Mittwochmittag nicht mehr passierbar.

Die Sperrungen führten auch auf dem Frankenschnellweg zu chaotischen Verkehrsverhältnissen. In einigen Vierteln in der Südstadt fiel nachts der Strom aus. Die Feuerwehr musste bis Mittwochmittag vor allem wegen überfluteter Keller im Stadtgebiet nahezu 200 Mal ausrücken (insgesamt 280 Mal). Zudem gab es auch Wassereinbrüche in Gebäude - ein Teil eines Hallendachs etwa stürzte bei einer Firma im Hafengebiet ein, weil das Dach den schweren Wassermassen nicht standgehalten hatte. Zwischen Mitternacht und 11.30 Uhr gingen bei den Verantwortlichen der Integrierten Leitstelle, die ihr Domizil bei der Feuerwehr am Hafen hat, 1130 Anrufe ein.