Jahrelang herrscht schon eine allgemeine Auffassung darüber, dass zu viel Salz schlecht für den menschlichen Körper ist und zu Krankheiten führen kann. Über die Risiken von zu wenig Salz klären nun kanadische Experten auf, wie die Zeitung „Financial Express“ berichtet.

Gemäß den derzeitigen Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollte die tägliche Salz-Einnahmemenge fünf Gramm nicht übersteigen. Die kanadischen Experten sind aber überzeugt, dass diese Grenze unbedingt angehoben werden müsse. Denn auch zu wenig Salz könne nämlich gefährliche Auswirkungen auf den Körper haben und sogar zu einem tödlichen Herzinfarkt führen, so Salim Yusuf, Professor an der McMaster University in Kanada.

Eine zu niedrige Salz-Einnahme verletzt ihm zufolge die natürliche Balance im Organismus. Eine Salz-Einnahme von weniger als 2,3 Gramm Salz sei schädlich. Über Vorteile, die eine derart drastische Maßnahme haben könnte, würden keine Daten vorliegen. Yusuf zufolge sollte ein erwachsener Mensch generell zwischen 7,5 und 12,5 Gramm Salz (äquivalent zu drei bis fünf Gramm Natrium) am Tag zu sich nehmen.

Die Untersuchungsergebnisse sollen in dem Fachmagazin European Heart Journal von einer Expertengruppe der World Heart Federation, der European Society of Hypertension und der European Public Health Association veröffentlicht worden sein.