Eine knietiefe weiße Masse bedeckt den Boden. Autos stecken fest und ein Mann kämpft sich mühsam durch den wässrigen und kalten Schlammassel. Man kennt solche Aufnahmen eigentlich aus dem Winter. Aber die weiße Masse ist allerdings kein Schnee, sondern Hagel! In Evans (USA) sind derart gewaltige Mengen dieser Eisgeschosse niedergegangen, dass man durch das Eiskörnermeer waten muss, wenn man nicht zu Hause bleiben will.
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Was ist Hagel?

Hagel ist ein atmosphärischer Niederschlag aus Eisklumpen von mindestens fünf Millimetern Durchmesser. Hagelkörner sind entweder undurchsichtig oder bestehen wechselweise aus klaren und milchigen Schichten. Sie können durchaus die Größe eines Hühnereis, in Einzelfällen auch die Größe eines Tennisballs erreichen.


Hagel entsteht in den unteren Schichten wasserhaltiger, turmartig aufgebauter Gewitterwolken (Cumulonimbus), in deren Innerem starke Winde herrschen. Mit dem Aufwind treiben die Wassertropfen nach oben in kältere Wolkenschichten, verbinden sich mit Eiskristallen und gefrieren. Sie sinken zurück in die wärmeren Schichten, nehmen neues Wasser auf, werden von Aufwind wieder nach oben katapultiert und gefrieren erneut. Es entsteht ein ständiges Auf und Ab, wobei die Hagelkörner stetig an Größe und Gewicht gewinnen. Werden sie zu schwer, fallen sie als Hagel zur Erde. Hagelschlag tritt ausschließlich in der warmen Jahreszeit auf und währt selten länger als eine Viertelstunde.