Dieser Riesenbrocken ist fast siebenmal so groß wie Berlin! In der Westantarktis hat sich vom Larsen-C-Schelfeis ein riesiger Eisberg gelöst.

© Landsat/NASA/dpa
Das undatierte Handout zeigt ein optisches Satellitenbild vom März 2017 mit der ganzen Länge des Risses des Larsen-C-Schelfeises. In der Antarktis konnte sich ein Rieseneisberg ablösen, rund siebenmal so groß wie Berlin.
Das teilte das Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung am Mittwoch mit.

Er treibe nun nach Norden und wird wohl zwei, drei Jahre brauchen, bis er geschmolzen ist.

Es ist mit 175 Kilometern Länge und einer Breite von bis zu 50 Kilometern einer der größten Eiskolosse, den Wissenschaftler in den letzten drei Jahrzehnten registriert haben.

Eine Gefahr für Menschen gehe von dem 6.000 Quadratkilometern großen Giganten nicht aus. Die abgebrochene Eismasse in der Westantarktis zählt damit zu den größten registrierten Eisbergen.

2000 löste sich ebenfalls ein Giganten-Eisberg

Solche Abbrüche sind nicht ungewöhnlich. Immer wieder lösen sich gigantische Eisberge vom Schelfeis - jenen schwimmenden Eismassen, die mit Gletschern verbunden sind.

Der größte durch Satellitenerkundung erfasste Koloss löste sich im März 2000 vom antarktischen Ross-Schelfeis. B15 - so der Name - war ursprünglich 11.600 Quadratkilometer groß. Das entspricht gut der vierfachen Größe des Saarlands.

Vom ihm brach später der Eisberg B15A ab, der 2005 noch mehr als 2500 Quadratkilometer maß.