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Soziale Isolation und Einsamkeit stellen eine größere Bedrohung für den Menschen dar als Übergewicht, berichten amerikanische Psychologen aus der Brigham Young Universität in einer Pressemitteilung auf dem Portal "EurekAlert!".

Die Auswirkung dieser Faktoren auf die Gesellschaft nehme im Laufe der Zeit nur zu und kann ein ernstes Problem werden, so die Wissenschaftler.

Beziehungen zu anderen Menschen, sagen Experten, sei ein grundlegendes menschliches Bedürfnis, das für das psychische Wohlbefinden und Überleben wichtig sei.

Die Wissenschaftler hatten zwei Metaanalysen durchgeführt, welche die Ergebnisse von Dutzenden Untersuchungen enthielten. Die erste bestand aus fast 150 wissenschaftlichen Arbeiten, die insgesamt 300.000 Freiwilligen umfassten. Wie sich dabei herausstellte, ermöglichen feste soziale Bindungen, das Risiko eines frühen Todes um 50 Prozent zu reduzieren. Die zweite Metaanalyse von 70 Untersuchungen berücksichtigte die Ergebnisse von Studien, die mehr als drei Millionen Menschen aus Europa, Asien, Nordamerika und Australien erfassten. Die Forscher fanden heraus, dass diese zwei Faktoren ebenso wichtig sind. Die Kraft ihrer Wirkung sei vergleichbar oder sogar größer als die Auswirkungen der anderen bekannten Faktoren wie zum Beispiel Übergewicht.