Am 3. September soll auf einem Bundeswehrübungsplatz durch Waffentests ein Moorbrand in Meppen ausgelöst worden sein, der sich auf ein großes Gebiet ausbreitete und nur schwer unter Kontrolle zu bringen war. Der Brand sorgte daraufhin deutschlandweit für Schlagzeilen, weshalb Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen an den Ort des Geschehens berufen wurde und sich für den Ausbruch des Feuers entschuldigte.

Moorbrand
© WTD91/ Bundeswehr
Bei der Löschung des am 3. September durch Waffentests der Bundeswehr verursachten Moorbrandes im Emsland kamen rund 2.000 Helfer zum Einsatz.
Erst ein paar Wochen zuvor sorgte ein riesiger Waldbrand unterhalb von Berlin für ähnliches Aufsehen, als man feststellen musste, dass das Feuer sich enorm schnell ausbreitete und schwer zu löschen war, "weil Munition aus dem zweiten Weltkrieg" dort ständig explodierte und "das Feuer anfachte".

Jetzt erfolgte bei dem mittlerweile gelöschten Moorbrand "rein vorsorglich" eine Prüfung auf "radioaktive Strahlung durch NATO-Munition".
Nach dem Pfusch beim Raketentest im trockenen Moor prüft die Bundeswehr, ob giftige Stoffe wie Quecksilber oder Radioaktivität auf dem Übungsgelände freigesetzt worden sein könnten. Kenntnisse über Uranmunition habe sie nicht. Zivile Stellen hielten sich auf Anfrage bedeckt.

Spezialisten der Bundeswehr untersuchen nach dem Moorbrand bei Meppen Boden, Luft und Wasser nach Spuren von radioaktiver Strahlung und Quecksilber.
Die Strahlenmessstelle Süd ist mit dem Auftrag vor Ort, zu überprüfen, ob Einsatzkräfte einer Strahlenbelastung ausgesetzt gewesen sein könnten", sagte ein Sprecher der Bundeswehr der Neuen Osnabrücker Zeitung.
Auf dem Waffentestgelände könnten dem Zeitungsbericht zufolge in der Vergangenheit quecksilberhaltige Sprengkörper beispielsweise der Nationalen Volksarmee der DDR - die am anderen Ende des Landes lag - sowie uranhaltige NATO-Munition getestet worden sein. Giftstoffe könnten durch den Moorbrand freigesetzt worden sein.

~ RT Deutsch
Im ersten Abschnitt steht: "Kenntnisse über Uranmunition habe sie nicht. Zivile Stellen hielten sich auf Anfrage bedeckt." Im letzten Abschnitt wird das Gegenteil suggeriert: "Auf dem Waffentestgelände könnte[...] uranhaltige NATO-Munition getestet worden sein".
Nach Angaben eines Bundeswehrsprechers erfolgen die Untersuchungen auf Bitten des Landes Niedersachsen. Dem Verteidigungsministerium zufolge gibt es keine akuten Hinweise auf radioaktive Strahlung oder erhöhte Quecksilberbelastung.
Es gibt keine Erkenntnisse, dass dort jemals Uranmunition getestet worden ist", sagte Ministeriumssprecher Jens Flosdorff am Freitag in Berlin.
Die angekündigten Messungen seien eine rein vorsorgliche Maßnahme und sollen zur Transparenz beitragen.
Wir gehen kein Risiko ein", so Flosdorff.
Auf Anfrage teilte ein Sprecher der Wehrtechnischen Dienststelle (WTD) 91 in Meppen am Freitag ebenfalls mit, dass die Kontrollen rein vorsorglich stattgefunden haben, mit dem Ziel, Gerüchte zu unterbinden. Dabei waren die Medienberichte zu dem Thema recht konkret und verbanden die Prüfungen mit konkreten Waffentests der NATO und der NVA als mögliche Ursache. Doch die Nachfrage bezüglich der klaren Zusammenhänge konnte der Sprecher telefonisch nicht beantworten, daher wird RT Deutsch eine schriftliche Anfrage senden.

~ RT Deutsch
Mehr Informationen dazu auf RT Deutsch.

Inzwischen meldete sich das Verteidigungsministerium zu Wort und gab bekannt, dass es keinen Hinweis auf radioaktive Strahlung gibt.
Nach dem Moorbrand im Emsland gibt es nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums keine akuten Hinweise auf radioaktive Strahlung oder erhöhte Quecksilberbelastung. "Es gibt keine Erkenntnisse, dass dort jemals Uranmunition getestet worden ist", sagte Ministeriumssprecher Jens Flosdorff am Freitag in Berlin. Die angekündigten Messungen seien eine rein vorsorgliche Maßnahme und sollen zur Transparenz beitragen. "Wir gehen kein Risiko ein", sagte Flosdorff.

~ RT Deutsch