michael kretschmer
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Wie die anderen ostdeutschen Ministerpräsidenten hält Sachsens Regierungschef Kretschmer an Nord Stream 2 fest.
Die Propagandamaschinerie um den Oppositionellen Alexej Nalwalny ist in vollem Gange und führte sehr wahrscheinlich bewusst inszeniert zur Kritik der für Europa und Deutschland sehr wichtigen Erdgaszufuhr Nordstream 2. Viele Eliten in Deutschland sprechen sich deshalb gegen den Weiterbau dieser Pipeline aus. Doch aus dem Osten Deutschlands gibt es (erneut) berechtigt Kritik. Dazu Sachsens Ministerpräsident Kretschmer:
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat die Bundesregierung für ihren Kurs in der Russland-Politik angegriffen. Es dürfe nicht darum gehen, die Eskalation mit Russland immer weiter zu drehen, sagte der CDU-Politiker auf dem Thüringer CDU-Landesparteitag in Erfurt. Zum Agieren von Außenminister Heiko Maas sagte Kretschmer, dass Maas "so durchdreht, ist kein gutes Zeichnen für dieses Land".

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Kretschmer kündigte auch an, dass er im Dezember Russland besuchen möchte. Weitere ostdeutsche Ministerpräsidenten schlossen sich der Meinung von Kretschmer an, dass die Pipeline fertiggestellt werden soll. Außenminister Maas äußerte Folgendes, was zu der oben genannten Kritik führte:
SPD-Politiker Maas hatte von Indizien gesprochen, dass der Kreml hinter dem Giftanschlag auf den russischen Oppositionspolitiker Alexej Nawalny stehen könnte.

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CDU-Politiker Merz lenkte indes ein wenig ein:
Der CDU-Politiker Friedrich Merz will derweil Nord Stream 2 fertig bauen lassen, zugleich aber ein Moratorium verhängen. "Ich glaube, dass wir es zu Ende bauen sollten", sagte der Kandidat für den CDU-Vorsitz auf einer Veranstaltung der Jungen Union Niedersachsen in Hildesheim

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Dennoch spricht Merz schlecht über Putin und folgt der herkömmlichen Propaganda:
Wir dürfen uns in der Energieversorgung nicht zu sehr abhängig machen - weder von den Amerikanern noch von russischem Erdgas." Russlands Präsident Wladimir Putin habe sich entscheidend verändert, er sei "aggressiv, völlig uneinsichtig, unwahrhaftig" aufgetreten, sagte der CDU-Politiker. Es sei völlig eindeutig, dass der bei Nawalny gefundene Giftstoff Nowitschok aus russischer Entwicklung stamme. "Deshalb müssen wir mit Russland sehr viel klarer, sehr viel deutlicher umgehen."

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Es gibt keine Belege, dass die russische Führung überhaupt etwas damit zu hat. Denn damit würden sie sich ins eigene Bein schießen, was absolut nicht im Interesse von Putin ist. Es sind erneut Mutmaßungen ohne jegliche Beweisvorlage, wie wir sie in den vergangenen Jahren, immer und immer wieder, gelesen haben.