Noch nicht lange ist es her, als der berühmt-berüchtigte Transatlantiker Friedrich Merz wieder aus der Versenkung in der Wirtschaft und der Bankenbrache in die deutsche Politik zurückkehrte und ambitioniert gleich den CDU-Vorsitz ins Auge fasste. Wenig überraschend meldet sich jetzt Merz in Sachen "Nawalny-Vergiftung" zu Wort und zeigt natürlich mit dem Finger auf Russland, während er noch einen Schritt weiter geht und die Flüchtlingsproblematik in Griechenland auf die "babarischen Kriegsakte" Putins zurückzuführt.
Friedrich Merz
© Reuters Annegret Hilse
Der CDU-Politiker Friedrich Merz zeigt nicht nur im Fall Nawalny mit dem Finger auf die russische Regierung, sondern auch was die Flüchtlingsproblematik in Griechenland angeht. (Symbolbild)
Derweil verteidigte der ebenfalls für den Parteivorsitz kandidierende CDU-Politiker Friedrich Merz die Bundesregierung gegen den Vorwurf, sie verschärfe ohne Not mit ihrer Russland-Politik unnötig die Spannungen mit der russischen Regierung.
"Von Deutschland und von Europa geht keine Eskalation aus. Diese Eskalation geht zurzeit ausschließlich von Russland aus", zeigte sich Merz am Sonntagabend im Bild-Politiktalk überzeugt.
Für den Wirtschaftsjuristen ist es "offensichtlich", dass der Giftanschlag auf russische Quellen zurückgehe. Zudem beteilige sich Russland nicht an der Aufklärung. Daher sei nun "der Punkt gekommen, wo man die Frage stellen muss, ob wir alles so weiter machen können wie bisher".

Von Nawalny spannte Merz den Bogen zur internationalen Politik und griff dabei den russischen Präsidenten Wladimir Putin direkt an:
"Dieser Mann und seine Armee bombardieren Krankenhäuser, Kindergärten, Schulen, Altenheime. Mit eine der wesentlichen Fluchtursachen - die Probleme, die wir da jetzt in Griechenland haben - sind Probleme, die ganz wesentlich mit ausgelöst worden sind durch diese barbarischen Kriegsakte der russischen Armee, die Putin zu verantworten hat."
~ RT Deutsch
Friedrich Merz (der offenischtliche Wunschkandidat der Eliten) erfreut mit seinen abstrusen Aussagen oben mit Sicherheit seine Geldgeber. Jedem Normaldenkenden sollten jedoch sofort die Haare zu Berge stehen, angesichts der überwältigenden Menge an Schwachsinn, den dieser Mann in bester Propagandamanier von sich gibt.
Dabei scheint dem ambitionierten CDU-Politiker nicht bewusst zu sein, dass es nicht Russland war, dass den Krieg in Syrien vom Zaun riss. Es war die westliche Staatengemeinschaft, allen voran die USA, für die "Assad muss weg" zum Leitmotiv ihrer Syrienpolitik wurde. Das völkerrechtlich legitimierte Eingreifen Russlands an der Seite der syrischen Regierung bewahrte das Land vor dem Regime-Change und einem Zerfall à la Libyen.

Die "Probleme in Griechenland" gehen damit keineswegs auf die Politik der russischen Regierung zurück. Das machen auch die jüngsten Zahlen etwa des Costs of War Project der renommierten Brown University im US-Bundesstaat Rhode Island mehr als deutlich. Die Wissenschaftler errechneten, wie hoch die Zahl der Flüchtlinge ist, die seit dem 11. September 2001 vor allem auf das Konto der von den USA angeführten Invasionen und Kriege im "Krieg gegen den Terror" gehen.

~ RT Deutsch