
In der Nacht fiel so viel Hagel, dass die Feuerwehr Räumgeräte einsetzen musste. Wie hoch der Schaden ist, ist noch unklar. Die Region war erst vor einigen Wochen von Überflutungen betroffen.
Southside-Festival wurde abgebrochen
Nach heftigen Unwettern wurde das Musikfestival Southside in Neuhausen Ob Eck (Kreis Tuttlingen) abgesagt. Der Veranstalter teilte am frühen Samstagmorgen mit, dass keine weiteren Konzerte mehr stattfinden. Das Festival war am Freitagabend zunächst unterbrochen worden. Alle 60.000 Besucher waren aufgefordert worden, sich in ihren Autos in Sicherheit zu bringen. Außerdem wurden Shuttlebusse eingesetzt, die zu eingerichteten Notunterkünften in Sporthallen und Bürgerhäusern in der Region fuhren.
Nachdem Gewitter mit starkem Hagel direkt über das Festivalgelände gezogen waren, standen einige Abschnitte des Campingplatzes unter Wasser. Viele Zelte wurden durch Regen und Sturm komplett zerstört. Zum Teil wurden ganze Bäume entwurzelt. Laut Polizei wurden rund 70 Menschen auf dem Festivalgelände leicht verletzt. Einige mussten von Notärzten behandelt werden und sind im Krankenhaus. Das teilte der Veranstalter via Facebook mit.
Tiefgaragen in Pfullingen überflutet
Außerdem führen in Baden-Württemberg mehrere Flüsse Hochwasser. In Pfullingen in der Nähe von Reutlingen standen in der Nacht von Freitag auf Samstag mehr als 170 Gebäude unter Wasser. Mehrere Tiefgaragen wurden überflutet. Nach Angaben der Feuerwehr waren in einer davon mehrere Menschen eingeschlossen. Laut einem Sprecher konnten sie sich allerdings selbst in Sicherheit bringen. Verletzt wurde niemand.

Menschen mit Drehleiter gerettet
Von den Unwettern betroffen war auch Reutlingen. Dort gab es in der Innenstadt Überschwemmungen. Im Teilort Betzingen stand das Wasser zeitweise einen Meter hoch.
Stromberg von der Außenwelt abgeschnitten
Auch in Rheinland-Pfalz kam es im Laufe der Nacht immer wieder zu Unwettern. Betroffen war unter anderem die Pfalz. In Oberwesel im Mittelrheintal entgleiste in der Nacht zu Samstag eine Regionalbahn, mehrere Menschen wurden verletzt.
Einsatzkräfte im Stromberg pumpen das Wasser ab
Bereits am Freitagnachmittag hatte es heftige Unwetter gegeben. Die Gemeinde Stromberg im Hunsrück war nach schweren Regenfällen von der Außenwelt abgeschnitten. Etwa 60 Häuser in der Altstadt wurden überflutet. Die meisten Bewohner seien in Booten gerettet worden, sagte Philipp Köhler vom Krisenstab des Kreises Bad Kreuznach. Verletzt wurde offenbar niemand.
Ebenfalls nach schweren Regenfällen war ein Erdrutsch auf die B9 zwischen Trechtingshausen und Niederheimbach (Kreis Mainz-Bingen) niedergegangen. Die Bundesstraße war auf einer Länge von 300 Metern mit Erde und Geröll bedeckt und in beiden Richtungen gesperrt.




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