© John Bramblitt
Seine Bilder sind knallig bunt, fast plakativ. Doch das Besondere: Sie sind das Werk eines Blinden. Vor 16 Jahren verlor John Bramblitt das Augenlicht. Für den US-Amerikaner war das kein Grund, das Malen aufzugeben, wie das Portal „life.ru“ berichtet.


John malt für sein Leben gern. Er hatte ein Kunststudium an der University of North Texas absolviert und bereitete sich darauf vor, Kunstlehrer zu werden. Doch es kam anders. Tons more to do on the painting I started on Wednesdays livestream, having a blast working on it though!


Kommentar: "Weit mehr noch am Gemälde zu tun, das ich auf dem Mittwochs-Livestream begann. Habe einen Mordsspaß bei der Arbeit!"



Der junge Mann erblindete 2001 nach einem Epilepsieanfall. Für John war das zunächst ein Schock, gar ein Weltuntergang: nie wieder malen! Ein ganzes Jahr lang hatte er an einer Depression gelitten. Bis er eines Tages die haptische Wahrnehmung für sich entdeckte. Working on a New Orleans inspired painting!


Kommentar: "Arbeit an einem von New Orleans inspirierten Bild!"



Heute „sieht“ John durch Berührung: Alle seine Farbfläschchen und —tuben sind mit Brailleschrift (Blindenschrift) beschriftet. „Um die richtigen Farben zu mischen, nutze ich eine Rezeptur - ähnlich einem Apothekerrezept“, erläutert John. Die Motive für seine Bilder stammen aus seinem Gedächtnis.


„Auf meinen ersten Ausstellungen habe ich meine Blindheit verheimlicht. Nicht weil ich mich etwa schämte, sondern weil ich nicht wollte, dass dies Auswirkungen auf die Wahrnehmung meiner Kunst hat“, sagt der junge Künstler.

Inzwischen sind seine Werke berühmt. Zudem hält der Künstler nun Vorlesungen und Workshops, um Menschen zu vermitteln, dass physische Einschränkungen kein Hindernis für die Kunst sein müssen.