In einem kleinen spanischen Dorf ist es zu einem ungewöhnlichen Streit zwischen Bürgern und dem Bürgermeister gekommen, denn nachdem ein vermeintlicher Geist im Rathaus fotografiert wurde, forderten die Menschen einen Exorzismus durchzuführen, doch die Amtsperson lehnte es ab.
Wie die spanische Zeitung El Mundo schreibt, ereignete sich der Zwischenfall am 3.Februar. Ein Mitarbeiter des Rathauses von Vegas del Genil befand sich am späten Abend alleine in dem Gebäude, da er noch ein Projekt beenden musste. Während er in seinem Büro arbeitete, wurde er plötzlich von einer anomalen Kälte umgeben. Daraufhin machte er sich auf den Weg zu den Toiletten, als er seltsame Geräusche vom Ende des Flures kommen hörte, die sich anhörten, als wenn jemand einen Karton am Boden schleift. Da der Sicherheitsdienst des Rathauses nicht mehr im Gebäude war, entschloss sich der Mann, das Licht im Flur nicht anzumachen, um die vermeintlichen Einbrecher nicht auf sich aufmerksam zu machen. Er entschloss sich lieber dazu, mit seinem Mobiltelefon ein Foto von dem dunklen Flur zu machen und mittels des Blitzlichts die Lage draußen zu erfassen. Entsprechend war er sehr beruhigt, als er feststellte, dass der Flur leer war.


Allerdings währte seine entspannte Stimmung nicht lange, denn als er zurück in seinem Büro war und auf sein Handy schaute, bemerkte er, dass er eben offenbar den Geist eines Kindes fotografiert hatte. Der Mann war von diesem Bild derart erschrocken, dass er in einen Schockzustand verfiel und einer seiner Kollegen ins Rathaus kommen musste, um ihn nach Hause zu bringen.

Der Bürgermeister war zwar bemüht, den Vorfall nicht öffentlich werden zu lassen, doch in dem kleinen 11.000-Seelen-Dorf sprach sich die Geschichte dennoch schnell rum und schließlich landete sie sogar in der Zeitung und im Fernsehen. Nach und nach meldeten sich auch andere Rathaus-Mitarbeiter, die dort selber angeblich paranormale Erlebnisse erlebt hatten. Sie berichteten, dass man vor allem im Plenarsaal des Rathauses oft eine ungewöhnliche Kälte spürt, obwohl die Heizungsanlage überprüft wurde und sie einwandfrei funktioniert. Einige Angestellten hätten zudem auch andere seltsame »Dinge« in dem Rathaus erlebt.

Bürgermeister Leandro Martin bestreitet die Vorwürfe und behauptet, dass es im Rathaus nicht spukt und auch es auch keine mysteriösen Kälteeinbrüche zu verzeichnen gäbe. Er hält alles für einen schlechten Scherz oder eine kollektive Psychose. Ein Ratsherr beschloss dennoch, eine Reiki-Meisterin zu beauftragen, die das Rathaus einer »Energie-Reinigung« unter-zieht, damit in der idyllischen Ortschaft wieder Ruhe einkehrt. Die Meisterin erklärte anschließend, dass sie jedoch keine spiritistische Sitzung durchgeführt habe, sie hätte lediglich eine Tür zur jenseitigen Welt geöffnet, damit die ruhelosen Seelen zurückkehren können. Denn diese Entitäten wären hier gefangen und wüssten nicht, wie man unsere Welt wieder verlässt.

Ob jetzt im Dorf tatsächlich wieder Ruhe einkehrt? Warten wir es ab ...