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Der britische Historiker Ralph Ellis will auf einer Münze aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. die einzige richtige Abbildung von Jesus gefunden haben, berichtet die britische Zeitung „Daily Mail“ am Mittwoch.

Die meisten Wissenschaftler meinen, dass diese Münze König Manu VI. von Osroene (Edessa), einem alten Reich auf dem Territorium der heutigen südöstlichen Türkei, abbildet. Ellis ist seinerseits überzeugt: König Manu VI. und Jesus Christus sind dieselbe Person.

Der Historiker soll in Biografien von Manu und Jesus solche Gleichheiten und Überschneidungen gefunden haben, die seiner Meinung nach nicht zufällig sein können, schreibt das Blatt. Auf der Münze sei die Person, die später als „König Isas Manu“ sowie „Jesus Emmanuel“ bekannt wurde, so Ellis.

Osroenes Könige trugen als Zeichen ihrer Macht eine Dornenkrone, die auch Jesus vor seinem Tod aufhatte. Sein purpurrotes Gewand vergleicht der Forscher in seinem Buch „Jesus, King of Edessa“ mit den traditionellen purpurnen Bekleidungen der Könige von Osroene.

Jesus war laut Ellis kein Friedensstifter, wie er meistens gesehen wird, sondern eine der entscheidenden Persönlichkeiten im jüdisch-römischen Krieg, ein König, der das Römische Reich herausgefordert hatte und starb. Jesu Lebensjahre müssten um 30 Jahre nach hinten verschoben werden, so Ellis.

Allerdings behaupten Kritiker seiner Theorie, dass das Gesicht auf der Münze nicht das von Manu VI., sondern seines Nachfolgers Manu VIII. ist, der etwa 70 Jahre später regierte.

Jesus ist eine der meist abgebildeten Persönlichkeiten in der westlichen Kultur, aber keine Quelle, nicht einmal die Bibel, beschreibt sein Aussehen. Die klassische Gestalt, mit langen Haaren und weißen Kleidern, stammt erst aus dem sechsten Jahrhundert nach Christus.