Das Projekt eines US-Unternehmens, tote Menschen wieder zum Leben zu erwecken, wird noch einmal gestartet. Es musste vergangenes Jahr abgebrochen werden, weil es die zuständigen Regulierungsbehörden untersagten.

Dier Wissenschaftler des US-amerikanische Biotechnologie-Unternehmen »Bioquark Inc.« wollen klinische Studien mit Menschen durchführen, die offiziell als klinisch tot gelten, sich aber weiterhin in einem vegetativen Zustand befinden. Dazu hatte der Geschäftsführer von Bioquark, Ira Pastor, das Projekt »ReAnima« gegründet, dessen Ziel es ist, neueste biomedizinische Technologien zu entwickeln, die das Potenzial haben, das tote menschliche Gehirn wiederzubeleben. Das Institutional Review Board (IRB) hatte auch bereits im vergangenen November die dazu benötigte Genehmigung für die erste Phase der Untersuchungen an 20 Hirntoten erteilt (wir berichteten) und aus Kostengründen entschied man sich, das Projekt in Indien durchzuführen. Doch die lokalen Regulierungsbehörden machten ihnen einen Strich durch die Rechnung und sie mussten das Experiment in dem indischen Krankenhaus vorzeitig abbrechen.

Bioquarks Ziel ist es, das Gehirngewebe von Menschen wiederbeleben zu lassen, die aufgrund eines Schädel-Hirn-Traumas einen Hirntod erlitten. Mit Hilfe von Peptiden (organischen Verbindungen), Stammzellen, Lasern sowie Nervenstimulation und dem ständigem Einsatz von Magnetresonanztomographie (MRT) sollen neue Neuronen zum Wachsen angeregt werden, die sich miteinander verbinden und dadurch das Gehirn der Toten wieder zum Leben erwecken. Pastor gibt aber zu, dass er nicht darüber nachgedacht hat, was als nächster Schritt folgt, wenn sein Verfahren erfolgreich sein sollte und er tatsächlich tote Menschen wieder ins Leben zurückholt.

Nun hofft Pastor, seine wissenschaftliche Arbeit in einem anderen Land wieder aufnehmen zu können und hat dabei Südamerika im Fokus, wie er gegenüber News Hub berichtete. Er rechnet mit einer Entscheidung über den neuen Standort und der Fortsetzung der Experimente in den nächsten Monaten.