Nagold - Die Nagold bietet derzeit keinen schönen Anblick, vor allem im Bereich am Wehr. Zu wenig Niederschläge und die anhaltende Hitze sorgen für einen hohen Nährstoffgehalt im Wasser, so dass die Algen regelrecht "explodieren", wie Axel Pälchen erklärt, der beim Landesbetrieb Gewässer des Regierungspräsidiums Karlsruhe zuständig für 180 Kilometer Fließgewässer ist, darunter auch Nagold und Nagoldtalsperre.

Algenbildung
© Mutschler
Die Algen in der Nagold "explodieren" wegen starker Hitze und ausbleibender Niederschläge regelrecht.
Diese Prozesse bemerke man in den letzten Jahren häufiger, sagt Pälchen. Durch das Niedrigwasser komme bereits an der Nagoldtalsperre 30 bis 50 Prozent weniger Wasser an als normal, so dass der Pegel des Sees jeden Tag um fünf Zentimeter falle. Dadurch bilden sich dort bereits Blaualgen, die zu Magenverstimmung oder Hautausschlag führen können. Bei Gewitter oder Starkregen verschwänden diese relativ schnell wieder, auch wenn ein Gewitter allein am Niedrigwasser wenig ändere. Derzeit gebe es keine Planungen, gegen die Algen in der Nagold vorzugehen. Lediglich, wenn dadurch Abflüsse verstopfen, werde gehandelt, so Pälchen.