Im Bezirk Kitzbühel mussten am frühen Abend Feuerwehren wegen umgestürzter Bäume und Wasserschäden ausrücken. Im Stubaital kam es zu einem Waldbrand und einem Erdrutsch.

Tirol
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Die Unterführung zur Autobahnzufahrt bei Nösslach wurde überflutet.
Innsbruck - Die Wetterdienste hatten vor schweren Unwettern in Tirol gewarnt. Am frühen Freitagabend traf es zuerst den Bezirk Kitzbühel. Gegen 18 Uhr rückten die Freiwilligen Feuerwehren Hochfilzen, Kitzbühel und Fieberbrunn aus. Wenig später wurden auch die Einsatzkräfte in Reith bei Kitzbühel und Oberndorf alarmiert. Wegen umgestürzte Bäume, heruntergebrochene Äste und Wasserschäden, wie die Leitstelle Tirol erklärte. Meldungen über größere Schäden lagen vorerst nicht vor.

Autobahnzufahrt Nösslach wegen Überflutung gesperrt

Starkregen sorgte bei Nösslach zu einer Sperre der Zufahrt auf die Brennerautobahn in Richtung Innsbruck. Zwischen 16.55 Uhr und 17.15 Uhr ging ein schwerer Schauer nieder. Beim Lkw-Parkplatz Nösslach konnte das Wasser nicht abfließen. Über die Böschung ergoss sich das Wasser zur Autobahnunterführung der Zufahrt auf die A13. Der tiefergelegenen Bereich wurde auf etwa 50 Metern überflutet. Das Wasser stand rund einen halben Meter hoch. Die Kanäle konnten es nicht aufnehmen oder sie waren verstopft.

Bis 19 Uhr war die Zufahrt in Richtung Innsbruck komplett gesperrt. Die Autobahnausfahrt Nösslach war frei befahrbar. Im Einsatz standen die Asfinag, die Freiwillige Feuerwehr Gries am Brenner und die Autobahnpolizei Schönberg.

Waldbrand nach Blitzschlag im Stubaital

Die Feuerwehr Neustift im Stubaital wurde am Abend zu gleich zwei Einsätzen ausrücken. Im Pinistal gab es laut Leitstelle einen Erdrutsch. Auch eine Straße soll betroffen gewesen sein. Außerdem wurden die Einsatzkräfte zu einem Waldbrand gerufen. Ein Blitz hatte offenbar eingeschlagen und das Feuer ausgelöst. Fußtrupps der Feuerwehr und ein Polizeihubschauber standen im Einsatz.

Waldbrand
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Ein Blitz hatte im Wald eingeschlagen
Auch in Wattenberg kam es am Abend zu einem Erdrutsch. Laut Polizei dürfte es dort aber zu keinen größeren Schäden gekommen sein.