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Im Wiener Stadtzentrum hat eine 17-jährige Burka-Trägerin am Mittwoch eine Lehrerin brutal angegriffen, berichtet die "Krone".

Die Pädagogin habe die vollverschleierte Minderjährige (die sich als solche nur nach einer Ausweiskontrolle identifizieren ließ) angesprochen, auf das seit 1. Oktober geltende Burkaverbot aufmerksam gemacht und zu einer Abnahme des Gesichtsschleiers aufgefordert.

Die Muslimin habe darauf jedoch mit Desinteresse und Ablehnung reagiert. Im Verlauf des Streits habe die 17-Jährige die Lehrerin zu Boden gestoßen. Eine Zeugin, die sich für die 41-jährige Pädagogin einsetzte, sei ebenfalls gestoßen worden. Dann seien plötzlich weitere 20 Personen - großteils junge Männer - erschienen, die Partei für die Nikab-Trägerin ergriffen und die Lehrerin beschimpft haben.

Kurze Zeit später sei die Polizei eingetroffen, die die Burka-Trägerin abtransportiert habe. In einem Raum der Wiener Verkehrsbetriebe hätten die Polizisten ihre Identität festgestellt, wobei die Jugendliche ihren Gesichtsschleier abnehmen haben müssen.

Gegen das Mädchen sind nach Angabe eines Polizeisprechers gleich drei Anzeigen erstattet worden: "zweimal wegen versuchter Körperverletzung wegen der Stöße gegen die beiden Frauen, einmal wegen der Missachtung des Verschleierungsverbots".