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Mehr als 30 Jahre nach dem Unfall von Tschernobyl sind in Schweden immer noch viele Wildschweine radioaktiv belastet. Schwedische Bauern äußern sich nun besorgt über das Wild, das von durch die Katastrophe betroffenen Gebieten kommt. Dies berichtete am Freitag die britische Zeitung "The Telegraph".

So habe die einem an der Grenze der Provinz Uppland und der Stadt Gävle erlegten Wildschwein entnommene Probe ergeben, dass der zulässige Grenzwert der Radioaktivität um mehr als das Zehnfache überschritten sei. Nach den Angaben der Zeitung war das Schwarzwild von einem Territorium gekommen, das vor 31 Jahren durch den radioaktiven Fallout aus Tschernobyl betroffen wurde.

"Das ist die höchste radioaktive Strahlung, die bisher gemessen wurde - 16.000 Becquerel pro Kilogramm", zitiert die Zeitung die schwedischen Forscher.

Die Forscher weisen dabei darauf hin, dass der Boden in einigen Bereichen nahe Gävle immer noch radioaktiv belastet sei. Es könne deswegen schwer sein, die verstrahlten Wildschweine loszuwerden.

Immer mehr Wildschweine sind in Schweden anzutreffen. Sie stellen die Bauern vor große Probleme. Die Wildsäue fressen mit Vorliebe Mais und wühlen ganze Wiesen auf der Suche nach Futter um.