Die Ruinen von Sayhuite in Peru sind bis heute kaum erforscht. Besondere Aufmerksamkeit weckt ein großer rätselhafter Felsblock, in dem Landschaften, Häuser, Bewässerungsgräben und Felder herausgemeißelt wurden. Einige Forscher halten es für eine Art Landkarte des Inkareiches, während andere vermuten, dass es ein Kultobjekt für eine religiöse oder zeremonielle Handlung sein könnte.
Der einzigartige Felsblock namens »Piedra de Sayhuite« (Deutsch: Stein von Sayhuite) befindet sich etwa. 47 km östlich der peruanischen Stadt Abancay, inmitten der 60 Hektar großen archäologischen Stätte von Sayhuite (auch Saywite genannt). Er besteht aus Granit, hat einen Umfang von 11 m, einen Durchmesser von 4 m, ist 2,5 m hoch und wiegt 32 Tonnen. Seine Oberseite ist mit über 200 komplexen fein herausgemeißelte Abbildungen von Lamas, Schildkröten, Eidechsen, Affen, Pumas, Menschen sowie Gebäude, Treppen und kanalähnliche Vertiefungen, die am höchsten Punkt beginnen und im gesamten Umfang zum Rand des Steines führen und dort in Löchern münden. Es scheint aber, dass die Wege des Wassers durch das nachträgliche Hinzufügen von Material verändert wurde.



Die herausskizzierten Figuren und Strukturen des Steines.
Über Sinn und Zweck sowie seinem Alter sind sich unsere Wissenschaftler bisher nicht einig und manche sehen darin ein religiöses Artefakt, andere wiederum ein Ritual- und Zeremonialobjekt für die Verehrung des Wassers. Es gibt aber auch Experten, die darin eine dreidimensionale Reliefkarte einer alten Stadt oder Herrschaftsgebietes der Inka mit der in dieser Region lebenden Tierwelt erkennen.