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Die Zeitkapsel wurde 1967 in Nowosibirsk vergraben und sollte 50 Jahre später, also dieses Jahr wieder geöffnet werden, als zum 100. Jahrestag der Russischen Revolution
Die Öffnung einer sowjetischen Zeitkapsel, die vor 50 Jahren in Sibirien vergraben wurde, zeugt von den gewaltigen Bestrebungen der kommunistischen Gemeinschaft im Jahre 1967 und dass sie damals davon ausgingen, dass wir inzwischen mit Außerirdischen kooperieren.

Wie Telesur schreibt, lag die Kapsel ein halbes Jahrhundert unterirdisch im Kulturzentrum der Stadt Nowosibirsk vergraben und sollte gemäß ihren Urhebern erst im Jahre 2017 geöffnet werden, zum 100. Jahrestag der Russischen Revolutionen vom Februar 1917 und Oktober 1917.

Darin befand sich ein dreiseitiger Brief, in dem die Sowjets ihre Vorstellung der Zukunft beschreiben. "Wir glauben, dass Sie unseren wunderbaren blauen Planeten Erde meisterhaft gestaltet haben, den Mond erforscht und auf dem Mars gelandet sind. Dass Sie die Erforschung des Weltraums fortsetzen, die von den Menschen der ersten Hälfte des Jahrhunderts begonnen wurde und dass Ihre Raumschiffe lange durch die Galaxie gezogen sind. Wir glauben, Sie verhandeln über kulturelle und wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Vertretern anderer außerirdischer Zivilisationen", lautet die Botschaft.

Abgesehen davon, dass die Autoren des Schreibens der heutigen Menschheit die Eroberung weiter Teile des Weltraums und Kontakte zu außerirdischen Zivilisationen zugetraut haben, hatten sich aber auch eine Zukunft erhofft, in der der Kommunismus zu der vorherrschenden politischen Ideologie gewachsen sei - zumindest auf diesem Planeten. "Wir wissen, unsere Zeit ist interessant, aber eure ist interessanter. Wir haben den Kommunismus aufgebaut, und ihr lebt unter dem Kommunismus",schrieben sie etwas optimistisch.

Bevor man die Zeitkapsel im Rahmen einer offiziellen Feier zu diesem Anlass öffnete, wurde eine Schweigeminute eingelegt, um den Menschen zu gedenken, die sie vergraben hatten.