Ein überraschende Entdeckung wurde in Schottland gemacht:
Nicht von dieser Welt: Auf der schottischen Insel Skye haben Forscher zwei Minerale entdeckt, die bisher noch nie auf der Erde gefunden worden sind.

Eines von ihnen ist völlig neu, das andere wurde bisher nur im Staub des Kometen Wild-2 nachgewiesen.
Dünnschliff

Dünnschliff einer Probe aus der Ejektaschicht. Zu sehen sind unter anderem zerbrochene Quarzkristalle.
Im Fachmagazin Geology berichten die Wissenschaftler auch von Einschlagsspuren, die auf einen Meteoriten-Einschlag vor 60 Millionen Jahren hindeuten, mit dem diese Mineralien womöglich auf die Erde gelangt sind.

Die Entdeckung war für die Wissenschaftler völlig überraschend. Diese Region auf der schottischen Insel gehört zu den am besten untersuchten geologischen Gebieten in Großbritannien.
Als Drake und seine Kollegen nahe der Südküste von Skye auf eine knapp einen Meter dicke, auffallende Gesteinsschicht stießen, hielten sie es daher zunächst für Vulkangestein - nahmen aber dennoch eine Probe. Eine weitere nahmen sie von einer sieben Kilometer entfernten Fundstelle mit einer ganz ähnlichen, zwei Meter dicken Ablagerungsschicht.
Außerirdische Minerale

Daraufhin untersuchten die Forscher die Proben im Labor und entdeckten Überraschendes:
Als die Forscher diese Gesteinsproben im Labor näher untersuchten, entdeckten sie Überraschendes: Das Gestein enthielt gleich zwei noch nie zuvor auf der Erde gefundenen Minerale. Das erste ist ein Vanadium-reiches Osbornit (TiVN), eine Verbindung aus Titan und Stickstoff, die mit dem Metall Vanadium versetzt ist. Das zweite ist ein Osbornit, das besonders viel Niob enthält (TiNbN).
Skye

Auf der schottischen Insel Skye haben Geologen zwei extraterrestrische Minerale gefunden - Hinweise auf einen bisher unbekannten Meteoriten-Einschlag.
"Auf der Erde wurde bisher nur reines Osbornit gefunden", berichten die Wissenschaftler. Der bisher einzige Nachweis eines mit Vanadium versetzten Osbornits stammt aus dem Staub des Kometen Wild-2, den die Raumsonde Stardust zur Erde zurückbrachte. Niob-reiches Osbornit war bisher überhaupt nicht bekannt.
Einschlag vor 60 Millionen Jahren

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass dieser Fund auf einen extraterrestrischen Ursprung hindeutet:
"Die Präsenz dieser Minerale auf Skye ist ein eindeutiger Beleg für einen extraterrestrischen Ursprung"
Aber wie genau kamen diese Materialen auf die Erde?
Indizien dafür lieferten weitere Analysen der beiden Gesteinsschichten. In ihnen fanden die Wissenschaftler gleich mehrere Anzeichen dafür, dass diese Ablagerungen beim Einschlag eines Meteoriten entstanden sein müssen.

Datierungen der unmittelbar unter und über den Ablagerungen liegenden Gesteinsschichten sprechen dafür, dass sich dieser Einschlag in der Zeit vor 61,4 bis 60 Millionen Jahren ereignet haben muss.
Wo genau sich der Krater dieses Einschlags jedoch befindet und wie groß er war ist nicht klar. Wie im Buch von Pierre Lescaudron Erdveränderungen und die Mensch-Kosmos Verbindung dargelegt wird, müssen Feuerbälle nicht unbedingt auf der Erde einschlagen, um signifikante und vielleicht auch dramatische Ereignisse auf der Erde auszulösen.

Anstieg der Vulkanaktivität zur selben Zeit

Die Forscher gehen auch davon aus, dass dieser "Einschlag" zu einer besonderen Periode stattfand, in der die vulkanische Aktivität in der Region anstieg:
Dieser Einschlag brachte aber nicht nur außerirdische Minerale auf die Erde, er könnte auch die weitere Entwicklung des gesamten Gebiets entscheidend geprägt haben. Denn der Impakt ereignete sich genau zu der Zeit, als die sogenannte British Paleogene Igneous Province (BPIP) zu feurigem Leben erwachte: Eine Phase heftiger Flutbasalt-Eruptionen begann.

"Dies provoziert wichtige Fragen zur Verbindung zwischen dem Impakt und dem Vulkanismus der BPIP", sagen Drake und seine Kollegen. "Trug der Einschlag zum Flutbasalt-Vulkanismus bei? Und beeinflusste er womöglich auch die größere Nordatlantische Vulkanprovinz?" Wissenschaftler haben schon länger den Verdacht, dass die Schockwellen großer Einschläge wie beispielweise dem Chicxulub-Asteroiden vor 66 Millionen Jahren, Phasen heftigen Vulkanismus triggern können.

Ob dies auch bei dem jetzt neuentdeckten Einschlag vor 60 Millionen Jahren der Fall war und wo der Meteorit damals niederging, müssen nun weitere Untersuchungen zeigen.
Der Zusammenhang zwischen Feuerball-Ereignissen und Vulkanaktivität ist in der Tat ein interessantes Thema und nicht nur in Bezug auf direkte Meteoriten-Einschläge auf der Erde.

Lescaudron beschreibt in Teil III "Irdische Auswirkungen der Annäherung von Nemesis und seinem begleitenden Kometenschwarm" seines Buches viele verschiedene Mechanismen, wie genau diese Feuerball-Aktivitäten Veränderungen auf der Erde auslösen können, z.B. durch elektrische Interaktionen und Staubansammlung in der Atmosphäre selbst ohne direkte Einschläge.