dash 8
© AP
Die Bombardier-Maschine vom Typ Dash 8 liegt ausgebrannt auf einem Fußballfeld neben dem Flughafen
Zur Zeit gibt es wieder ein Negativhoch von Abstürzen: Ein Ultraleichtflugzeug stürzte am Sonnabend bei Bennsheim ab, dann stürzte ein Privatjet im Iran ab, dann folgte ein Hubschrauberabsturz in den East River von New York und zuletzt stürzte heute eine Passagiermaschine in Nepal ab. Das macht insgesamt vier Abstürze in insgesamt zwei Tagen, was meiner Meinung nach eine beträchtliche Anzahl ist. Doch der Reihe nach.

Ultraleichtflugzeug stürzt bei Bennsheim ab

Bei dem Absturz eines Propellerflugzeugs bei Bennsheim am 10.03 sind zwei Personen ums Leben gekommen. Darunter befindet sich eine 18-jährige Frau und der Pilot.

flugzeug
© dpa
Das abgestürzte Flugzeug ist kaum noch als ein solches zu erkennen.
"Nach ersten Ermittlungen war die Maschine gegen 15.00 Uhr zu einem Rundflug vom Flugplatz Worms gestartet", sagte der Polizeisprecher. Auf Bildern von der Unglücksstelle war zu sehen, wie das Flugzeug völlig zertrümmert am Boden lag. Die Kabine war eingedrückt, der Propeller umgeknickt. Das Flugzeug schlug in der Nähe der Autobahn 5 auf.

- FAZ
Die Ursache für den Absturz ist bis jetzt noch nicht geklärt.

Privatjet stürzt im Iran ab

Im Süden des Iran ist ein türkisches Privatflugzeug mit insgesamt 11 Menschen abgestürzt. Unter den Opfern waren acht Frauen, die sich auf dem Rückweg von der Feier eines Junggesellinnen-Abschieds befanden. Bei den anderen drei Opfern handelte es sich um die Crewbesatzung, darunter eine ehemalige Militärpilotin.

mina basaran
© Screenshot Instagram
Mina Basaran, Unternehmer-Tochter, hat mit sieben Freundinnen in den Arabischen Emiraten gefeiert.
Nach Angaben türkischer und iranischer Behördenvertreter waren drei Crew-Mitglieder und acht Passagiere an Bord. Die Maschine startete demnach im Emirat Sharjah und war auf dem Weg nach Istanbul. Sie sei in der bergigen und abgelegenen Region Backtiari in der Provinz Chahar Mahal rund 400 Kilometer südlich von Teheran abgestürzt.

- OÖNachrichten
Eines der Opfer ist die seit sechs Monaten verlobte Mina Basaran, sie ist die Alleinerbin des türkischen Unternehmers Hüseyin Basaran.
Die Maschine kam aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und war auf dem Weg in die Türkei. Zur Absturzursache wurde zunächst nichts bekannt.

Das Flugzeug sei vom Radar verschwunden, nachdem der Pilot darum gebeten habe, die Flughöhe verringern zu dürfen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf die zivile Luftfahrtbehörde OIAC. Laut Tasnim stürzte die Maschine vom Typ Challenger 604 des kanadischen Herstellers Bombardier um 18.45 Uhr (Ortszeit, 16.15 Uhr MEZ) ab.

- OÖNachrichten
Auch in diesem Fall gibt es zur Zeit noch keine Erklärung, warum das Flugzeug abstürzte. Erst im Februar stürzte im Iran eine Passagiermaschine ab, wo mindestens 60 Menschen starben.

Hubschrauberabsturz in New York

In New York ist über dem East River ein Hubschrauber abgestürzt, dabei sollen mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen sein. Der Pilot selbst soll sich gerettet haben können.

hubschrauberabsturz new york
© ap
Die Aufnahme des New York City Fire Departments zeigt die Absturzstelle des Hubschraubers nördlich von Roosevelt Island.
Die fünf Passagiere, die von Rettungstauchern geborgen wurden, hatten die Maschine am Sonntag offiziellen Angaben zufolge für ein privates Foto-Shooting gechartert.

- OÖNachrichten
Auch hier ist die Absturzursache noch unklar. Zeugen berichteten folgendes:
"Wir waren beim Abendessen, als wir einen roten Helikopter mit vollem Tempo auf das Wasser zufliegen sahen", sagte Augenzeugin Arineh Nazarian dem TV-Sender ABC7. "Es sah sehr surreal aus (...), und dann stürzte er komplett ab und sank."

- OÖNachrichten

Flugzeugabsturz in Nepal

In Nepal ist ebenfalls eine Maschine vom Hersteller Bombardier abgestürzt. Die Maschine legte dabei eine Bruchlandung am Flughafen von Nepals Hauptstadt Kathmandu hin. Mindestens 49 Menschen starben bei diesem Unglück und 22 weitere Personen wurden verletzt. Die Maschine kam aus Bangladesch.


Die Behörden sprachen von einem der größten Flugzeugunglücke in dem Land. Ersten Erkenntnissen zufolge sei der Pilot wegen der Landerichtung verwirrt gewesen, berichtete das Nachrichtenportal Nepali Times. Das habe die Auswertung des Funkkontakts zwischen dem Kapitän und dem Tower ergeben. Das Flugzeug war bei der Landung Behörden und Augenzeugen zufolge von der Landebahn abgekommen, auf einem Feld auseinandergebrochen und in Flammen aufgegangen. Auf Fotos waren verkohlte Flugzeugteile und Trümmer zu sehen. Eine große Rauchwolke stieg am Unglücksort auf.

- Zeit Online
Der Pilot der Maschine schien dabei wirklich verwirrt gewesen zu sein:
Einem Augenzeugen zufolge soll die verunglückte Maschine von Süden her eingeflogen sein, habe dann aber einen abrupten Linksschwenk gemacht und sei dabei dem Tower gefährlich nahe gekommen, berichtete die Nepali Times. Dann sei sie aus dem Blickfeld geraten, Minuten später habe man Rauch aufsteigen sehen.

- Zeit Online
Wie in allen anderen Fällen muss die genaue Ursache für den Absturz noch geklärt werden, wobei der Pilot eine erste Schlussfolgerung auf menschliches Versagen gibt.

Wie eingangs genannt, ist das eine beträchtliche Anzahl von Abstürzen innerhalb von zwei Tagen. Und es könnte die Frage gestellt werden: Ist der Himmel tatsächlich noch sicher? Dabei kann es sich natürlich nur um Zufälle handeln - und statistisch gesehen sind Flugzeuge immer noch die sichersten Fortbewegungsmittel. Jedoch hinterlassen diese Abstürze einen faden Beigeschmack, ob noch alles mit rechten Dingen zugeht.

Ein paar andere Abstürze aus den letzten Wochen: