Am 01. Dezember wurde ein Beben der Stärke 7.0 in Alaska registriert und hinterließ einige Schäden. Alaska zählt laut Erdbebennews auch zu einer Region, wo die meisten Beben vorkommen. Und in diesem Jahr gab es einen neuen Rekord: 50.000 Beben wurden in diesem Jahr in Alaska registriert.

Number Earthquakes, echcc 97
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Abbildung 97: Anzahl von Erdbeben (orange Kurve) und Vulkanausbrüchen (blaue Kurve) zwischen 1973 und 2011.
Das Alaska Earthquake Center in Fairbanks teilte am Sonntag auf Twitter mit, dass in diesem Jahr das erste Mal seit Aufzeichnungsbeginn mehr als 50.000 Erdbeben in Alaska registriert wurden. Ein Rekord für Alaska und schon zwei Wochen vor Jahresende eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr, als rund 43.000 Beben aufgetreten sind. Zum Vergleich: in den 48 kontinentalen US-Bundesstaaten waren es 2018 bisher rund 60.000 Erdbeben.

- Erdbebennews
Der Grund laut Erdbebennews ist folgender: Seit 2014 wird das Netzwerk für Erdbebenüberwachung in Nordamerika ausgebaut und deshalb können mehr und feinere Beben registriert werden. Die Frage kommt dabei auf, ob es wirklich nur an der Technik liegt, oder ob tatsächlich auch Erdbeben weltweit ansteigen? Pierre Lescaudron schreibt in seinem Buch Erdveränderungen und die Mensch-Kosmos Verbindung, dass die Erdbeben- und Vulkanaktivität seit 1973 ansteigt.

Auch wurden alleine bei dem letzten Beben 5.000 Nachbeben registriert.

Dazu ein Auszug aus Lescaudrons Buch, warum es zu einer erhöhten Aktivität kommt:

Erdveränderungen und die Mensch-Kosmos Verbindung, echcc werbung
1. Die geringe Reduzierung der Drehgeschwindigkeit der Erde übt einen mechanischen Stress auf die Kruste aus (Kompression in tieferen Breitengraden und Dehnungskräfte in höheren Breitengraden). Diese Belastung verformt die Kruste. Diese Deformierung ist an den schwächsten Stellen der Kruste ausgeprägter und kann dort sogar teilweise zu Rissen führen: Also an den Verwerfungslinien (Grenzen zwischen tektonischen Platten), welche typischerweise die Gebiete darstellen, an denen seismische und vulkanische Aktivitäten stattfinden.

Ring of fire
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Abbildung 98: Der pazifische Feuerring
2. Der Mantel hat eine höhere Dichte als die Kruste347 und daher auch eine höhere Schwungkraft (Momentum). Aus diesem Grund kann sich der Mantel nicht so schnell wie die Kruste verlangsamen. Diesen Unterschiede zwischen der Rotation der Kruste und des Mantels nennt man Krusten Schlupf (crustal slippage - AdÜ). Die Fluidität des Mantels ermöglicht den Schlupf, induziert durch den unterschiedlichen Schwung der Kruste348 , des oberen Mantels und des Kerns. Diese Geschwindigkeitsdifferenz kann Reibungen und Spannungen im Grenzbereich zwischen der Kruste und dem Mantel auslösen. Diese Spannung kann die Kruste dann lokal verformen und Erdbeben und Eruptionen auslösen.349
Eine [Änderung] der Drehgeschwindigkeit der Erde würde Veränderungen der Magma-Ströme verursachen, angepasst an den neuen Äquator und die neue Drehgeschwindigkeit. Solche Veränderungen würden aber wahrscheinlich nicht überall einen einheitlichen Wandel auslösen, wegen dem 'Wiederstands'-Faktor tief im Magma, obwohl [diese Änderung] sicherlich schreckliche Belastungen auf die Lithosphäre ausüben würde. 350
3. Die Reduzierung des elektrische Feldes der Erde (Oberflächen-Kern) verringert die Bindungskraft und lockert die tektonischen Platten relativ zueinander. Die Platten können sich dann freier relativ zueinander bewegen. Diese relative Bewegung (Divergenz, Konvergenz oder die Verschiebung) ist eine der Hauptursachen für Erdbeben und Vulkanausbrüche.

4. Ein letzter Faktor, der bei Erdbeben und Vulkanausbrüchen eine Rolle spielt, ist der Elektromagnetismus:
"Einige Wissenschaftler sind auf den Zusammenhang zwischen Sonnenflecken und Erdbeben aufmerksam geworden und wollen Sonnenflecken-Daten dazu verwenden Erdbeben vorherzusagen. Laut Theorie kann eine Intensivierung des Magnetfeldes Veränderungen in der Geosphäre [sprich: der Kruste] verursachen. Die NASA und die European Geosciences Union haben dieser Theorie bereits ihren Zustimmungsstempel verpasst: [Die Theorie] legt nahe, dass bestimmte Veränderungen im Sonne-Erd-Umfeld das Magnetfeld der Erde beeinflussen, was wiederum Erdbeben in Gegenden verursachen kann, die dafür anfällig sind. Es ist nicht klar wie so ein Auslöser funktionieren könnte."351
Tatsächlich werden schon seit Jahrzehnten immer wieder "seltsame" Erdbeben-Vorläufer aufgezeichnet: Niederfrequente elektromagnetische Emission,352 Anomalien im magnetischen Feld, Erdbebenlichter in und um Bergzüge und Berggipfel, Temperaturanomalien über weiten Gebieten, die auf Satellitenaufnahmen zu sehen sind und Veränderungen der Plasma-Dichte der Ionosphäre.353

Das Problem mit der elektrischen Natur von Erdbeben ist, dass Gesteine sehr schlechte elektrische Leiter sind und dennoch scheinen Erbeben zumindest teilweise elektrischen Gesetzmäßigkeiten zu folgen. Wie kann es also sein, dass solche schlechten Leiter überhaupt elektrische Phänomene manifestieren?