Seit Wochen kommen aus dem Iran vermehrt Berichte von teils schweren Explosionen, die Kraftwerke und andere sensible Einrichtungen heimsuchten.
Israel cyber
© Reuters Ronen Zvulun
Ist ein israelischer Cyberangriff für die Explosion in der iranischen Nuklearanlage von Natanz verantwortlich? Symbolbild vom 22.08.2019
Seit Ende Juni erschüttern Zwischenfälle die Islamische Republik Iran, die die Regierung von Präsident Hassan Rohani weiter in Bedrängnis bringen. Am 25. Juni brachte eine riesige Explosion in der Nähe des Militärkomplexes Partschin die Erde zum Beben, wo sich auch die von den USA und Israel stark kritisierte Raketenforschungs- und Produktionsstätte Khodschir befindet.


Laut Brigadegeneral Davud Abdi, Sprecher des Verteidigungsministeriums, gab es keine Verletzten oder Todesopfer. Ursache des Vorfalls sei ein Gasleck gewesen, so die erste Erklärung, aber man führe weitere Untersuchungen durch.

~ RT Deutsch
Nur 5 Tage später starben 19 Menschen bei einer heftigen Explosion in einem Krankenhaus in Teheran.
Auch hier wurde ein Leck am Gastank der Klinik als Ursache für die Katastrophe angegeben.


~ RT Deutsch
Letzten Donnerstag geschah dann eine Explosion einer Fabrik der Atomanlage von Natanz, die unter anderem unter der Beobachtung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) steht.
Darin sollen Zentrifugen für die Anreicherung von Uran zusammengebaut worden sein.

Zu den Ursachen des Vorfalls wollte man sich in diesem Fall noch nicht äußern. Der Nationale Sicherheitsrat erklärte am Freitag, dass man aufgrund von "Sicherheitsgründen" zu einem geeigneten Zeitpunkt bekannt geben werde, was genau in Natanz passiert ist. Als mögliche Ursache wird ein Cyberangriff vermutet. Brigadegeneral Gholamreza Dschalali, Chef der Zivilverteidigungsorganisation, sagte noch am späten Donnerstagabend im staatlichen Fernsehen, sollte sich herausstellen, dass es sich tatsächlich um einen Cyberangriff gehandelt habe, werde der Iran zurückschlagen.
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~ RT Deutsch