Trotz des äußerst großzügigen Angebots des russischen Präsidenten Wladimir Putin, den auslaufenden New-START-Vertrag mit den USA um ein Jahr bedingungslos zu verlängern, ohne dabei Atomarsenale einzufrieren, lehnt der US-Deepstate dieses Angebot anscheinend ab. Laut dem nationalen Sicherheitsberater des US-Präsidenten, Robert O'Brien, kann Amerika nichts mit dem Angebot anfangen. Trump hingegen scheint bereit für eine Verlängerung zu sein.
Robert O'Brien

Robert O'Brien: Nationaler Sicherheitsberater des US-Präsidenten
"Präsident Putins heutige Antwort, den New-START-Vertrag zu verlängern, ohne Atomsprengköpfe einzufrieren, ist ein Nichtstarter", schrieb O'Brien auf seinem Twitter-Account.

Putin ließ seinen Vorschlag vorher am Freitag verlauten. Eine Verlängerung ohne daran geknüpfte Bedingungen würde produktive Verhandlungen über alle anstehenden Fragen ermöglichen, so der russische Staatschef.

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Putin betont die Wichtigkeit der Verlängerung für die globale Sicherheit.
Er begründete seinen Vorschlag mit der Wichtigkeit des Abrüstungsabkommens für die globale Sicherheit, denn die strategische Sicherheit sei auch für viele andere Länder von Bedeutung. In dieser Hinsicht dürften die interessierten Seiten nicht ohne so ein grundlegendes Abkommen wie der New-START-Vertrag bleiben.

~ Sputnik
Bedingungslos will zumindest der Sonderbeauftragte des US-Präsidenten für Rüstungskontrolle den Vetrag nicht verlängern, während das Imperium noch weitere Bedingungen stellt und dabei China ebenfalls ins Visier nehmen will.
Zuvor hatte der Sonderbeauftragte des US-Präsidenten für Rüstungskontrolle, Marshall Billingslea, während einer Diskussion bei der US-Denkfabrik "The Heritage Foundation" erklärt, dass die USA bereit seien, den New-Start-Vertrag zu verlängern, falls Russland sein nukleares Arsenal einschränken oder einfrieren würde. Er hat versichert, Washington würde dasselbe tun. Russland bezeichnete den US-Vorschlag, taktische Waffen einzufrieren, als inakzeptabel.

Billingslea sagte auch, es sei notwendig, die Vereinbarungen zwischen Washington und Moskau über Rüstungskontrolle so zu formulieren, dass sie auf Peking ausgedehnt werden könnten.

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In dem Vertrag geht es um die Verringerung des Atombomben-Arsenals der Großmächte.
Der New-START-Vertrag (Vertrag zur Verringerung strategischer Atomwaffen) zwischen Russland und den Vereinigten Staaten ist am 5. Februar 2011 in Kraft getreten und läuft am 5. Februar 2021 aus. Demzufolge soll jede Vertragspartei ihr Nukleararsenal so reduzieren, dass sie sieben Jahre später sowie auch zukünftig über nicht mehr als 700 ballistische Interkontinentalraketen, luft- und U-Boot-gestützte ballistische Raketen sowie 1550 Sprengköpfe und 800 Trägersysteme verfügt. In diesem Jahr gab es bereits einige Verhandlungsrunden über die Verlängerung des Vertrages.

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