Eine Analyse der österreichischen Nachrichtenagentur OTS kommt zu dem Schluss, dass die meisten Meinungsäußerungen in Österreich den russischen Impfstoff Sputnik V positiver betrachten als AstraZeneca, während der Spitzenreiter der Impfstoff von Johnson & Johnson ist, der bald zugelassen werden könnte.
Sputnik V
© Reuters /BelTA/ Andrei Pokumeiko
Sputnik V (Gam-COVID-Vac) vaccine
Laut einem Bericht der österreichischen Nachrichtenagentur OTS hält sich die Begeisterung für den Impfstoff AstraZeneca in Österreich in Grenzen. Hintergrund: Von allen Impfstoffen in Österreich stellt AstraZeneca die größte Menge dar. Selbst der noch nicht zugelassene russische Impfstoff Sputnik V wird im gesamten deutschsprachigen Raum doppelt so positiv beurteilt wie jener von AstraZeneca, insbesondere in Österreich, wie die Analyse feststellt.

Am besten schneidet laut der Analyse aktuell der Impfstoff von Johnson & Johnson ab, da große Hoffnungen auf einer baldigen Zulassung liegen.

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Gleichzeitig spricht sich die WHO überraschenderweise zumindest vordergründig für die Einführung der orwellschen digitalen Impfpässe in der EU aus.
Am 17. März will EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen einen Gesetzentwurf für einen "digitalen grünen Impfpass" vorlegen, in dem Corona-Impfungen, COVID-19-Erkrankungen und negative Testresultate vermerkt sein sollen. Der digitale Impfpass soll innerhalb von drei Monaten technisch vorbereitet werden. Doch nun spricht sich die Weltgesundheitsorganisation WHO gegen die Einführung eines EU-Impfpasses aus. Hans Henri Kluge, der Europadirektor der WHO, äußerte im Interview mit der Welt deutliche Einwände gegen die Einführung eines Corona-Impfpasses im Sommer. Bisher wisse man nicht, wie lange eine Immunität nach einer COVID-19-Impfung anhalte:
"Zudem verschärft der Impfpass die Ungleichheit. Wer geimpft ist, bekommt den Impfpass, wer keine Impfung hat, bekommt keinen."
Kluge wies zudem darauf hin, dass es vor allem junge Leute seien, die einen Impfpass benötigten, wenn sie "irgendwo den Sommer genießen wollen". Diese seien allerdings bei den Massenimpfungen nicht zuerst an der Reihe. Man verstehe jedoch, dass die Regierungen mit der politischen Realität konfrontiert seien:
"Es ist wohl unvermeidlich. Aber es ist keine Empfehlung der WHO."
Kluge rechnet zudem damit, dass die von der WHO ausgerufene Pandemie erst im Jahr 2022 vorbei sein werde:
"Ich gehe davon aus, dass 2021 ein weiteres COVID-Jahr wird."
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