Fette haben selbst bei vielen so genannten Ernährungs-Experten immer noch den Ruf, dick und krank zu machen. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Damit Ihr Körper von den gesundheitlichen Aspekten der Fette vollumfänglich profitiert, müssen jedoch die richtigen Fette zugeführte werden.
Fette, Öle
Was Sie über Fette und Öle wissen sollten.
Öle und Fette zählen zu den Lebensmittel, die zum einen extrem wichtig für die Gesundheit sind und zum anderen jedoch auch äusserst schädlich für den Körper sein können. Bei der Wahl des Fettes gilt es zu beachten, um welche Art von Fett es sich handelt (gesättigte oder ungesättigte Fettsäuren), welche Rohstoff-Qualität das Fett aufweist und wie es verarbeitet wurde. Für den Laien ist es daher sehr schwierig, zwischen einem guten und einem schlechten Fett zu unterscheiden. Um Ihnen eine kleine Entscheidungshilfe anzubieten, stellen wir Ihnen an dieser Stelle sechs Fakten über Öle und Fette vor.

1. Auch gesättigte Fette sind gesund

Kokosöl, Palmöl, Butterschmalz und verschiedene andere Formen gesättigter Fette werden in den Medien von so genannten Ernährungs-Experten permanent verunglimpft. So würden sie die Arterien verstopfen und das Herz schädigen. Dem ist jedoch nicht so. Der Körper ist auf die Zufuhr hochwertiger gesättigter Fettsäuren angewiesen, da jede einzelne Körperzelle sowohl ungesättigte als auch gesättigte Fettsäuren benötigt. Nur in der Kombination kann die erforderliche Flexibilität der Körperzellen erhalten bleiben.

Da jede Körperzelle auch auf gesättigte Fettsäuren angewiesen ist, benötigen Ihre Gehirnzellen, Ihre Knochen, Muskeln und sämtliche Organe dieses Fett ebenfalls.

Allerdings ist der Bedarf des Körpers an Fetten relativ gering. Daher sollte stets wenig, dafür jedoch sowohl gesättigte als auch ungesättigte Fette in bester Qualität verzehrt werden. Je hochwertiger das Fett ist, umso mehr dient es der Gesunderhaltung Ihres Körpers.

Die gesättigten Fette im Kokosöl, im Palmöl und in tierischen Produkten aus artgerechter Haltung (nicht aus der Massentierhaltung!) weisen zudem antifungale, antibakterielle und antivirale Eigenschaften auf. Die Laurinsäure, Myristinsäure und Caprylsäure, die sich in diesen Produkten befinden, tragen zudem erheblich zu einem starken Immunsystem bei und erhöhen somit die Fähigkeit Ihres Organismus, Infektionen abzuwehren.

Ein weiterer Vorteil von gesättigten Fetten ist ihre Unempfindlichkeit gegenüber Hitze, Licht und Sauerstoff. Das macht sie besonders stabil und haltbar.

2. Einige Öle verursachen Entzündungen

Pflanzenöle wie beispielsweise Sojaöl, Rapsöl, Distelöl, Sonnenblumenöl oder Maiskeimöl, die häufig als besonders gesunde Alternativen zu gesättigten Fetten gehandelt werden, können die Entwicklung chronischer Entzündungen im ganzen Körper begünstigen. Die Erklärung hierfür liegt darin begründet, dass diese Öle grosse Mengen an Omega-6-Fettsäuren enthalten, die im Übermass genossen zu Entzündungsprozessen führen oder bestehende Entzündungen verschlimmern können. Daher ist diese Information ist nicht nur für Menschen wichtig, die bereits unter entzündlichen Erkrankungen leiden. Auch nicht betroffene sollten diese Öle nur in sehr geringer Menge verzehren.

3. Aus hochwertigen Ölen können schädliche Öle entstehen

Olivenöl wird von den meisten Menschen als eines der gesündesten auf dem Markt erhältlichen Öle angesehen. Das ist grundsätzlich auch richtig, denn es enthält eine Vielzahl gesundheitsfördernder Pflanzenstoffe und ist der Gesundheit des Körpers somit sehr zuträglich. Wird dieses Öl jedoch einer zu hohen Temperatur ausgesetzt (über 180°C), verändern sich die darin enthaltenen Fettsäuren. Es finden starke Oxidationsprozesse statt, durch die das Öl nicht nur seine positiven Eigenschaften einbüsst, sondern die das Öl sogar gesundheitsschädlich machen.

Das Olivenöl gehört zu jenen Ölen, die einen sehr niedrigen Rauchpunkt aufweisen. Auch Makadamia-Nussöl, Hanföl, Kürbiskernöl, Weizenkeimöl und Leinsamenöl gehören zu dieser Sorte Öl - wie übrigens auch die allermeisten nicht raffinierten Öle.

4. Rapsöl enthält gefährliche Trans-Fettsäuren

Rapsöl wurde erstmals in den 1980er Jahren auf dem amerikanischen Markt eingeführt. Daraufhin haben die grossen Lebensmittelkonzerne unglaubliche Summen Geld dafür aufgewendet, die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass es sich beim Rapsöl um ein besonders gesundes Öl handele. Was die Industrie allerdings verheimlichte war die Tatsache, dass bei der Produktion des Rapsöls fast immer auch gefährliche Transfettsäuren als Nebenprodukt entstehen. Mehrere Tierversuche haben gezeigt, dass der Konsum von Rapsöl der Gesundheit nicht förderlich ist und unter anderem zu Vitamin E-Mangel führen kann.
Die meisten Omega-3-Fettsäuren im Rapsöl werden während des so genannten Desodorierungsprozesses in Transfette umgewandelt,
erklärt ein Artikel der Weston A. Price Foundation (WAPF), der es sich zur Aufgabe gemacht hat, über die Gefahren des Rapsöls aufzuklären.

5. Viele Öle sind gentechnisch verändert

Sucht man nach gesunden Ölen und Fetten, so spielt es natürlich auch eine grosse Rolle, ob die Rohstoffe des Produkts gentechnisch verändert wurden. Viele Öle und Fette, die von den Gesundheitsbehörden als höherwertig empfohlen werden - wie zum Beispiel Raps-, Soja-, Mais- und Baumwollsamenöl - werden aus GMO-Produkten gewonnen, die zunehmend mit Verdauungsproblemen, Organschäden, bis hin zu Krebserkrankungen in Verbindung gebracht werden.

Die meisten gesunden Öle und Fette hingegen sind nicht aus gentechnisch veränderten Rohstoffen hergestellt, insbesondere Hersteller hochwertiger biologischer Öle achten auf die Qualität der Rohstoffe. Von diesen Ölen hört man jedoch von den Mainstream-Medien auffallend wenig. Hierzu zählen Hanföl, Makadamiaöl, Sesamöl, Kürbiskernöl, Walnussöl, Mandelöl, Pekannussöl, Leinsamenöl, Avocadoöl und Kokosöl aus kontrolliert biologischem Anbau. All diese Produkte weisen ganz besondere, oft einzigartige gesundheitsfördernde Eigenschaften auf.

6. Viele kaltgepresste Öle werden erhitzt oder mit giftigen Chemikalien versetzt

Kaltgepresste Öle haben den Vorteil, dass sie bei der Produktion ohne Hitzeeinwirkung gewonnen werden, so dass die darin enthaltenen Nährstoffe unverändert enthalten bleiben. Laut Dr. Udo Erasmus, dem Autor des Buches Fats that Heal, Fats that Kill, werden jedoch viele Speiseöle, die als „kaltgepresst“ beworben und verkauft werden, bei der Herstellung dennoch stark erhitzt und/oder mit giftigen Lösungsmitteln wie Hexan versetzt, was die betreffenden Öle potenziell toxisch für den menschlichen Organismus macht.

Laut Erasmus seien die besten und sichersten Speiseöle solche, die bei geringer Temperatur gepresst wurden und aus biologisch angebauten Samen und Nüssen gewonnen werden. Nicht denaturierte und somit wirklich gesunde Öle werden bei der Produktion nicht nur vor hohen Temperaturen, sondern auch vor Licht- und Sauerstoffeinfluss geschützt und in der Regel in soliden, dunklen Glasflaschen ausgeliefert.

Quellen u. a.: