
„Erneut mussten sich Berliner Polizisten bei einem vermeintlichen Routineeinsatz mit heftiger Gegenwehr und einer aggressiven Menschenmenge auseinandersetzen“, klagte Innensenator Frank Henkel (CDU) am Donnerstag. Es sei „unerträglich, wie unsere Polizei hier attackiert und an ihrer Arbeit gehindert wird“: „Wir brauchen Respekt für unsere Polizei.“ Schon am Dienstag hatte Henkel gesagt: „Das ist leider kein Einzelfall.“
Unter den Kindern sei ein der Polizei wohlbekannter, elf Jahre alter „kiezorientierter Mehrfachtäter“ gewesen, der sofort aggressiv reagiert habe. Mehrfach sei gerufen worden: „Haut ab, das ist unsere Straße.“ Angehörige des Elfjährigen hätten die Polizei bedrängt, beschimpft und beleidigt; Platzverweisen sei nicht gefolgt worden. Die Beamten mussten Reizgas einsetzen, um den Knaben, seinen 21 Jahre alten Bruder und einen weiteren jungen Mann abzuführen. Ein Polizist wurde bei dem Einsatz verletzt. Nun wird wegen Landfriedensbruchs, Beleidigung, versuchter Körperverletzung, versuchter Gefangenenbefreiung, unberechtigten Gebrauchs eines Kraftfahrzeuges und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.
Der Mann, der aus einem Friseurgeschäft herausgetreten war, um die Polizei an ihrer Arbeit zu hindern, wurde nach Schlägen, Tritten und Beschimpfungen erkennungsdienstlich behandelt und entlassen. Gegen ihn wird wegen einfacher und gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Wegen Landfriedensbruchs wird gegen Teilnehmer der Gruppe ermittelt, die das Geschehen mit lauten Unmutsäußerungen über die Polizei begleiteten.



Kommentar: Solche Vorfälle können schnell zu einem 'Vorwand' der Politik werden, um die Polizei gegen die Bürger zu brutalisieren. Siehe die Polizeigewalt in den USA.