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Der Westen hat führende Positionen in mehreren Sparten der Rüstungsindustrie eingebüßt. Wie Experten der Londoner Niederlassung des US-amerikanischen Internationalen Instituts für Strategische Studien (IISS) in ihrer jüngsten Veröffentlichung feststellten, hat der Westen jetzt auch kein Monopol mehr beim Einsatz von Flugzeugträgern.

„Nicht westliche Länder verfügen derzeit über deutlich mehr Möglichkeiten für den Einsatz ihrer Streitkräfte auch weit über ihre Grenzen hinaus“, hieß es im Jahresbericht des IISS.

„Die höchsten Rüstungsausgaben hatten im vergangenen Jahr die USA mit 604,6 Milliarden Dollar. Ihnen folgten China (145 Milliarden Dollar), Russland (58,9 Milliarden Dollar), Saudi-Arabien (56,9 Milliarden Dollar), Großbritannien (52,5 Milliarden Dollar), Indien (51,1 Milliarden Dollar) und Japan (47,3 Milliarden Dollar).“

Nach Ansicht von IISS-Experten stieg China in letzter Zeit zu den führenden Waffenproduzenten weltweit auf. „Fortschritte Chinas in diesem Bereich führen vor Augen, dass dem Westen keine dominierenden Positionen bei der Entwicklung moderner Waffen mehr gesichert sind... Die Ausbreitung modernster Waffen macht Militäroperationen des Westens immer riskanter und komplizierter“, hieß es.

Im Bericht wird auf hohe Kampfbereitschaft der russischen Streitkräfte verwiesen. Die russische Armee erhalte immer neue Rüstungen, während veraltete Waffen ausgemustert würden. „Die Streitkräfte Russlands haben ihre Kampfkraft sowohl im traditionellen Bereich als auch bei der elektronischen Kriegführung beibehalten. Hoch bleibt auch das Potential der russischen Raketenartillerie. Einige Systeme übertreffen sogar ähnliche Rüstungen der NATO und der USA.

“Die Studie erinnert unter anderem an den Einsatz russischer luft- und seegestützter Raketen bei Operationen gegen die Terroristen in Syrien. „Mit Marschflugkörpern vom Typ ‚Kalibr‘ werden russische Schiffe ausgestattet, darunter auch bei Patrouilleneinsätzen in der Arktis.“ Zugleich gehen IISS-Experten davon aus, dass Russland ein „potentielles Problem im Bereich der Sicherheit im Osten“ bleibt.

Moskau hatte mehrmals darauf hingewiesen, dass Russland kein einziges NATO-Land überfallen will. Außenminister Sergej Lawrow zufolge weiß die NATO ganz gut, dass Moskau keine Angriffspläne habe. Die russische Bedrohung gelte als Vorwand für die Stationierung von mehr Technik und Truppen an russischen Grenzen, hieß es in Moskau.