Forscher wundern sich schon seit einiger Zeit, warum manche Meteore in der Erdatmosphäre fragmentieren und explodieren. Wie scinexx nun berichtet, könnte ein zuvor unerkannter Mechanismus dieses Verhalten erklären - und damit auch Ereignisse wie Tscheljabinsk oder sogar Tunguska. Nach neuesten Ergebnissen von US-Forschern könnten besonders "poröse Meteore" nicht durch die Reibung der Atmosphäre zerstört werden, sondern durch einen Mechanismus, der zur Sprengung der Meteorite von innen führt. Warum wird hierbei jedoch der Elefant im Raum nicht erwähnt?
Tscheljabinsk
© NASA
Die Explosion des Tscheljabinsk-Meteors am 15. Februar 2013 über Russland. Warum er zerplatzt ist, könnte ein neuentdeckter Mechanismus erklären.
Unsere Erde wird immer wieder von kosmischen Geschossen getroffen - Brocken aus Eisen oder Gestein, die als glühende Meteore und Meteoriten durch die Atmosphäre rasen. Einige von ihnen schlagen ein und hinterlassen Krater und Meteoritenfragmente. Andere dagegen explodieren noch in der Luft, wie beispielsweise beim Tunguska-Ereignis im Jahr 1908, dem Annama-Feuerball, der 2015 über Russland zerplatzte oder dem Tscheljabinsk-Meteor, der im Februar 2013 über der gleichnamigen russischen Stadt explodierte.
Im Zitat oben wird etwas erwähnt, was eine nähere Betrachtung erfordert. Unsere Erde wird nicht nur "immer wieder von kosmischen Geschossen getroffen", sondern diese Feuerball-Ereignisse haben in den letzten Jahren geradezu exponentiell zugenommen.

echcc 36, beobachtete feuerbälle über den usa
© Sott.net
Abbildung 36: Zunahme an Feuerbällen über die gesamte AMS Beobachtungsperiode (2005 bis heute, Daten in der Abbildung mit Stand vom März 2017). ( Sott.net)
Wie wir in unserem neuen Buch Erdveränderungen und die Mensch-Kosmos Verbindung detailliert darlegen, scheint dieser Trend möglicherweise eine kosmische Ursache zu haben. Einen kleinen Einblick in das Buch finden Sie kostenlos hier: Des Weiteren finden Sie in unserer SOTT WorldMap Datenbank eine kleine Auswahl dieser Ereignisse in den letzten Jahren:


Das Rätsel der fehlenden Fragmente

Nun aber weiter im Text. Der Geophysiker Jay Melosh von der Purdue University und seine Kollegen haben das Phänomen jetzt näher untersucht. Auf die Fragen "warum schaffen es solche Meteore nicht bis zur Erdoberfläche?" und "warum explodieren sie noch in der Luft?" sagt Melosh:
"Da steckt mehr dahinter, als wir vorher angenommen haben"
Deswegen wurde nun anhand der Meteor-Explosionen des Tscheljabinsk-Meteors im Jahr 2013 in Russland ein theoretisches physikalisches Modell mit den Daten dieses Ereignissen gefüttert:
Sie fütterten dafür ein physikalisches Modell mit den Daten des Ereignisses. Bekannt ist, dass der knapp 20 Meter große Meteor in 30 bis 40 Kilometern Höhe explodierte. Von den rund 10.000 Tonnen Gesteinsmaterial, die der Brocken zuvor umfasste, wurde jedoch bisher nur ein Bruchteil geborgen. Die Forscher schätzen, dass nur 0,1 Prozent seiner Masse die Erdoberfläche erreichte. Der Rest muss in so kleine Fragmente zersprengt worden sein, dass sie nicht mehr auffindbar sind,
Wie wir in unserem Buch erklären, könnte einer der Gründe für die "fehlenden Fragmente" die Tatsache sein, dass sich viele dieser Feuerbälle sprichwörtlich zu Staub in unserer Atmosphäre auflösen, was wiederum zu anderen Phänomenen wie der "globalen Verdunkelung" führt und zu elektrischen Interaktionen mit der Erde, die unter anderem auch die Verlangsamung der Erdrotationsgeschwindigkeit hervorrufen könnte.

Und tatsächlich wurde vor Kurzem wieder bestätigt, dass sich die Erdrotation verlangsamt: Jedoch verändert sich nicht nur die Rotation unseres Planeten: Nun aber weiter mit dem "Rätsel". In unserem Buch schreiben wir unter anderem Folgendes über das Verhalten des Tscheljabinsk-Meteors:
Das Material, das der Meteor in der Atmosphäre hinterließ, bildete einen dünnen jedoch geschlossenen und beständigen stratosphärischen Staubgürtel, der von einem NASA-Satellit beobachtet wurde. Am 19. Februar, nur vier Tage nach der Explosion, wurde diese Wolke durch den Jetstream über die gesamte nördliche Hemisphäre transportiert und verteilt und traf wieder auf ihren Ausgangspunkt in Tscheljabinsk. Noch drei Monate später befand sich ein nachweisbarer Staubgürtel dieses Boliden um den Planeten herum.
Alleine dieser Meteor hat also eine riesige Menge an Staub in unsere Atmosphäre transportiert, was deshalb nicht nur das "rätselhafte" Verschwinden der Fragmente erklären könnte, sondern auch die Erdveränderungen, die in den letzten Jahren dramatisch zunehmen. Also zumindest dieses Rätsel scheint somit gelöst zu sein. Wie oben und im Buch erläutert wird, ist der Tscheljabinsk-Meteor jedoch, bei weitem, nicht der einzige Feuerball gewesen, der in den letzten Jahren solche Mengen an Staub in unsere Atmosphäre transportiert hat und das ist gelinde gesagt eine starke Untertreibung. Mehr dazu in unserem Buch.

Weiter im Text:
Fliegende Geröllhaufen

Aber wie? "Wir glauben, dass diese intensive Fragmentierung durch einen zuvor unerkannten Mechanismus verursacht worden sein muss", sagen Melosh und seine Kollegen. Ihr Verdacht: Möglicherweise spielt die Konsistenz des Meteors dafür eine entscheidende Rolle. "Astronomische Studien zeigen, dass die Dichte vieler Asteroiden überraschend gering ist: Sie können eine Porosität von 20 Prozent und mehr besitzen", berichten die Forscher.

Das aber bedeutet, dass solche Asteroiden eher einem fliegenden Geröllhaufen ähneln als einem kompakten Brocken. Ihr Inneres ist von unzähligen Rissen und Hohlräumen durchzogen. Um herauszufinden, wie dies die Stabilität dieser Brocken beim Flug durch die Erdatmosphäre beeinflusst, variierten die Forscher im Modell gezielt die Porosität und Permeabilität der Meteore.
Zwar erwähnen die Wissenschaftler einen zuvor unbekannten Mechanismus, der teilweise erklären könnte, warum diese Objekte zerbrechen und explodieren, der in der Tat vielleicht dazu beitragen könnte, jedoch ignorieren sie dabei gekonnt den Elefanten im Raum, namens: Elektrizität und Plasmaphysik.

Das wird noch deutlicher im folgenden Abschnitt:
Von innen auseinander gesprengt

Simulation

Die Simulation zeigt das Verhalten eines zehn Prozent porösen Meteors (linke Hälfte) im Vergleich zu eimem zu 30 Prozent porösen. Der poröse Meteor löst sich bei der Explosion fast komplett auf, der andere bricht, aber bleibt inBruchstücken erhalten.
Und tatsächlich: Ist ein Meteor eher porös, unterschiedet sich sein Verhalten in der Atmosphäre deutlich von dem kompakterer Brocken. Zwar bildet sich vor beiden eine Art Bugwelle aus heißer, komprimierter Luft. Während diese jedoch bei kompakten Brocken an den Seiten vorbeiströmt, dringt diese heiße Luft bei porösen Meteoren tief in deren Inneres ein.

"Es gibt dabei einen großen Gradienten zwischen der unter Hochdruck stehenden Luft vor dem Meteor und dem starken Unterdruck dahinter", erklärt Melosh. Dieses Druckgefälle saugt die Luft förmlich in die Risse und Poren des Meteors hinein - mit fataler Folge: Durch diesen plötzlichen Druckanstieg im Inneren wird der Meteor förmlich auseinander gesprengt.
Also ist Luft und die Porosität angeblich des Rätsels Lösung bzw. der einzige Bestandteil des Rätsels. In der Tat könnte daran zum Großteil auch etwas dran sein, jedoch wird weiterhin der Elefant im Raum überhaupt nicht erwähnt.
Zuvor übersehener Mechanismus

Die Simulationen ergaben, dass die Permeabilität des Meteors dabei bestimmt, wie stark sich der Brocken beim Atmosphärenflug verformt - im Extremfall kann er sich so stark abflachen, dass er einem Pfannkuchen gleicht, wie die Forscher erklären. Die Porosität des Meteors bestimmt dagegen, wie weit die Fragmente auseinander gesprengt werden und in welcher Höhe die Explosion geschieht: Je poröser das Material, desto kleiner und weit verteilter sind die Trümmerstücke.

"Damit haben wir einen bisher übersehenen Mechanismus entdeckt, der beim Eintritt und Zerbrechen von Meteoroiden in die Atmosphäre eine wichtige Rolle spielt", konstatieren Melosh und seine Kollegen. Dieses Explodieren von innen könnte erklären, warum kosmische Boliden wie bei Tscheljabinsk oder auch Tunguska heftiger und schneller explodiert sind als erwartet. (Meteoritics & Planetary Science, 2017; doi: 10.1111/maps.13034)
Okay, schön und gut: Die Wissenschaftler haben nun einen zuvor übersehen Mechanismus entdeckt, aber könnten sie vielleicht auch einen weiteren, regelmäßig gekonnt ignorierten und durchaus sehr fundierten, bereits vorhandenen und erforschten Mechanismus, in ihre Modelle einfließen lassen und entdecken? Was würde geschehen, wenn diese Wissenschaftler sich einfach mal in die (schon lange vorhandene) Literatur über die Plasmaphysik und elektrischen Eigenschaften unseres Universums einlesen würden? Vielleicht würden sie ja weitere "übersehene" Dinge entdecken, die "Rätsel" wie diese, schon mit wirklichen Experimenten im Labor (also nicht nur rein theoretische Experimente basierend auf mechanischen Dogmen) erforscht haben und zu fundierten Ergebnissen gelangt sind?

In unserem Buch fassen wir viele dieser Ergebnisse der Plasmaphysik zusammen, unter anderem auch die elektrischen Interaktionen von Kometen, Meteoren und Asteroiden. Wer sich also für die möglichen Gründe hinter diesem "Rätsel" informieren will, dem empfehlen wir unser Buch.

Hier nur ein kleiner Ausschnitt zum Thema Dogma und elekrisches Universum:
Das Mainstream Universum vs. das Elektrische Universum

Gemäß der konventionellen astronomischen Wissenschaft wird die Bewegung der Körper im Sonnensystem ausschließlich durch die Gesetze der Gravitation bestimmt. [...]

Demnach soll also unser Sonnensystem, zumindest nach der gängigen Lehrmeinung, vorrangig durch die Gravitation beherrscht sein. Darüber hinaus strahlt, der Lehrmeinung nach, die Sonne hauptsächlich nur Photonenstrahlungen aus; der Weltraum ist ein perfektes Vakuum; Erdbeben entstehen nur durch die Plattentektonik; Wetterereignisse entstehen durch Lufttemperatur oder Druckunterschiede (oder beides); und menschliche Aktivitäten und kosmische Ereignisse haben absolut nichts miteinander zu tun. Während der letzten paar Jahrhunderte hat die Wissenschaft einen ausgefeilten Begriffsapparat erschaffen, um die meisten natürlichen Phänomene zu erklären und zu rationalisieren (inklusive vieler weiterer Phänomene, die in der kurzen Liste oben nicht erwähnt wurden). Gemäß der gängigen Mainstream-Wissenschaften leben wir in einem Uhrwerk-Universum, das aus vorhersagbaren Ereignissen und ungestörten himmlischen Bewegungen besteht.

Das Sonnensystem ist ein kosmisches Schutzgebiet, harmonisch belebt durch die mechanischen Gesetze. Das Leben auf der Erde fließt wie ein ungestörter, ruhiger, linearer Fluss und die Evolution schreitet über tausende von Generationen in dieser relativ ereignislosen Umgebung schrittweise voran. Das Problem mit diesem Uhrwerk-Modell unseres Universums ist jedoch, dass es zahlreiche Widersprüche aufweist und dabei versagt, viele beobachtbare Phänomene zu erklären. Besonders in den letzten paar Jahren gab es einen Anstieg an ungewöhnlichen und extremen Phänomenen, die nicht mit den vorherrschenden Dogmen vereinbar sind. Wenn ein neues Phänomen dieser Art beobachtet wird, versucht die Mainstream-Wissenschaft, die beobachteten Fakten einfach in die vorherrschenden Theorien hinein zu pressen, selbst wenn diese Theorien ungeeignet oder unzureichend sind, um neue Phänomene zu erklären.

Wenn diese Theorien oder Fakten nicht ausreichend verdreht werden können um auch weiterhin ins Dogma zu passen, dann trumpft die Mainstream-Wissenschaft mit neuen, verschlungenen Aussagen und paradoxen Erklärungen oder Theorien auf, die oftmals so kompliziert oder abstrakt sind, dass man sie nicht einmal nachvollziehen oder gar testen kann. [...]

Es geht hier jedoch nicht darum, Newtons oder Keplers Gesetze (gemeint ist die Gravitation) zu verwerfen, sondern anzuerkennen, dass auch andere Kräfte eine Rolle spielen, speziell die elektromagnetischen Kräfte. Wie wir sehen werden, sind in einigen Fällen Gravitationskräfte sogar vernachlässigbar gering, wenn man sie mit dem Elektromagnetismus vergleicht.
Erdveränderungen und die Mensch-Kosmos Verbindung, echcc werbung