Während einem Messebesuch in Hannover betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre "Sorge", dass die dritte Corona-Welle vielleicht die härteste sein könnte.
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Bundeskanzlerin Angela Merkel
Die Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Montag bei der Eröffnung der digitalen Industrieschau Hannover Messe in Hinblick auf die Corona-Lage in Deutschland ihre Sorge zum Ausdruck gebracht.

Aktuell seien leider die Infektionszahlen "noch viel zu hoch", zitiert die Nachrichtenagentur Reuters die CDU-Politikerin. Die Auslastung der Intensivstationen in deutschen Krankenhäusern nehme wieder zu.
"Wir müssen sagen, dass diese dritte Welle für uns vielleicht die härteste ist."
~ Sputnik
Für Merkel ist die wichtigste Waffe um diese Welle zu brechen das Impfen.
Das Testen helfe, eine "Brücke zu bauen", bis das Impfen wirke, so Merkel.

~ Sputnik
Gleichzeitig ist einem Medienbericht zu entnehmen, dass die Bundesregierung von einem Lockdown bis Juni ausgeht, während das neue Infektionsschutzgesetz erneut angepasst werden soll.
Die Bundesregierung geht offenbar von einer verschärften Infektionslage aus, die einen Lockdown von weiteren sechs bis acht Wochen erfordere. Nach Informationen des Tagesspiegel hat Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) das am Sonntag gegenüber den Ländern deutlich gemacht. Nach Einschätzung von Landespolitikern bleibt die Bundesregierung dabei, den Inzidenzwert als einziges Kriterium für die Maßnahmen zu verwenden, so die Zeitung in ihrer Online-Ausgabe vom Montag. Bis Ende Mai oder sogar bis zum Sommeranfang im Juni müssten die strengen Maßnahmen ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 beibehalten werden.

Nach dem Entwurf zur Ergänzung des Infektionsschutzgesetzes soll der Bund verfügen, dass in den Landkreisen bei einem Überschreiten der Inzidenzmarke von 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen einige Maßnahmen automatisch in Kraft treten. Private Zusammenkünfte werden eingeschränkt, der nächtliche Ausgang wird beschränkt, Geschäfte mit Ausnahme der Grundversorgung und Freizeiteinrichtungen müssen wieder schließen. Steigt der Wert auf 200, müssten Schulen und Kitas geschlossen werden. Länder und Kommunen hätten dann in diesen Punkten keinen Spielraum.

~ de.rt.com