Ein Minister tritt zurück: Zu Recht? Zu Unrecht? Treffen die Vorwürfe zu, oder ist alles nur eine perfide Kampagne? Wer mag das auf den ersten Blick schon entscheiden: Denn nun steht der oder die Betroffene souverän wie immer am Rednerpult, um sich herum die Insignien der Macht und jede Menge Pressevertreter. Rein äußerlich hat sich überhaupt nichts verändert, und - ganz wichtig - der mutmaßliche Bösewicht zeigt nicht die geringste Unsicherheit, sondern hält das Heft des Handelns scheinbar fest in der Hand.
Die Regeln des Rücktritts
- Regel Nr. 1: Auf keinen Fall darf der Rücktritt zur Bestätigung der Niederlage oder gar zum Schuldeingeständnis geraten. Die im Raum stehenden Vorwürfe dürfen daher unter keinen Umständen der Grund für den Rücktritt sein. Das ist das eine.
- Regel Nr. 2: Auf keinen Fall darf der Rücktritt als Eingeständnis des eigenen miesen Charakters geraten. Daher muss dieser Charakter in der Rücktrittserklärung überhöht werden, koste es, was es wolle.











Kommentar: In Anbetracht der Tatsache, dass die Regierung Obama/das Regime der USA vor keinen Maßnahmen zurückschreckt, seine Kritiker zum Schweigen zu bringen - wie sollen wir die Behauptung von Aaron Swartz' Vater einordnen, dass die US-Regierung für den Tod seines Sohnes verantwortlich ist?
Who killed Aaron Swartz? ("Wer hat Aaron Swartz umgebracht?")
Die Ge-Selbstmordung des Internetvisionärs und Aktivisten Aaron Swartz
Ob es sich in diesem Fall nun um Selbstmord handelte oder nicht, in faschistischen Regimen werden immer Listen mit Kritikern angelegt, um die sich dann 'gekümmert wird'...