
Blitzeinschlag: Baumsplitter fliegen in Haus
Als die Pullacher Feuerwehr kurze Zeit später in der Goethestraße ankommt, bietet sich ihr ein Bild der Verwüstung: An vier Häusern sind durch die Druckwelle des Blitzeinschlags und herumfliegende Baumsplitter Fensterscheiben zerbrochen, Dachziegel abgetragen, Hauswände und Gärten beschädigt worden. Es ist ein kleines Wunder, dass niemand verletzt wurde.
Mehr als zwei Stunden lang sind die Einsatzkräfte damit beschäftigt, Häuser provisorisch abzudecken und Schäden zu beseitigen. Bei drei Anwesen müssen Teile der Stromversorgung gesichert werden. Die elektrische Ladung des Blitzes ist über die Erde zu den Häusern geleitet worden. Der Sachschaden ist enorm: 14.500 Euro.
Druckwelle hat alle Fenster an hinterer Hausseite zerstört
Auch das Haus von Karl Schnitzer ist extrem beschädigt worden. Die Dachfenster sind kaputt. Die Feuerwehrler haben mit einer Plane alles notdürftig abgedeckt. Schnitzer wartet am Dienstagvormittag auf einen Versicherungsvertreter, der den Schaden feststellen soll. Der 75-Jährige wartet an der Straße - seine Klingelanlage ist durch den Blitz ebenfalls kaputt gegangen. Karl Schnitzer war gerade im Badezimmer, als es laut geknallt hat. „Das war wie ein Kanonenschlag.“ Überall in seinem Garten sind Überreste des Baumes verteilt. Ein Ast, der die Größe eines Straßenschildes hat, steckt in seiner Hecke.
Sein Nachbar Felix Otto ist gerade dabei, Glasscherben auf seiner Terrasse einzusammeln. Die Druckwelle hat alle Fenster an der hinteren Haushälfte zerstört. Otto müsste eigentlich gerade in der Arbeit sein. Aber er hat sich heute freigenommen - um aufzuräumen.
Es kommt immer wieder einmal vor, dass ein Blitz in einen Baum in einem Wohngebiet einschlägt, berichtet Andreas Häuser von der Pullacher Feuerwehr. Blitzableiter schützen nur die Häuser. Der Blitz am Montagabend hat schlicht an der höchsten Stelle eingeschlagen. In die 30 Meter hohe Fichte.
Familie Breinfalk-Sieg hat in der Nacht auf Dienstag nicht gut geschlafen. Anja Breinfalk-Sieg erzählt am nächsten Tag ihrer Freundin in der Nachbarschaft von dem Blitzeinschlag. „Das war so hell, sowas habe ich noch nie erlebt.“
Nur die kleine Anna hat sich von dem Schrecken schnell wieder erholt. Sie spielt im Garten zwischen den herumliegenden Baumteilen - allerdings ohne ihr rotes Spielzeug-Feuerwehrauto. Auch darin steckt ein drei Meter langer Baumsplitter.



Kommentar: SOTT Redakteur Pierre Lescaudron ergründet in seinem neuen Buch die sogenannte "Human-Cosmic Connection" (menschlich-kosmische Verbindung). Der kollektive Zustand unserer Gesellschaft spiegelt sich direkt in unserer Umwelt wieder.
In vergangenen Zeiten verstanden die Menschen, dass der menschliche Geist und die Zustände der kollektiven menschlichen Erfahrung sowohl den Kosmos als auch Phänomene auf der Erde beeinflussen. Verstehen das die Menschen von heute?