Seit Jahren beschweren sich die Einwohner rund um die englische Stadt Plymouth über einen seltsamen Brummton, deren Herkunft Rätsel aufgibt, weil die Quelle nicht zu ermitteln ist. Nun hat ein Wissenschaftler Hinweise darauf gefunden, dass es aus dem Meer kommen könnte.
Plymouth

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Verzweifelt hatten Behörden und Forscher versucht, zu ergründen, woher dieses mysteriöse Brummen kommt. Man hatte unter anderem Windkraftanlagen und Stromleitungen in Verdacht aber nichts ließ sich bestätigen. Jetzt hat Fabrice Ardhuin, ein leitender Wissenschaftler am französischen »Centre National de la Recherche Scientifique«, eine mögliche Erklärung angeboten.

Er behauptet, dass der Lärm durch den Druck der Ozeanwellen auf dem Meeresboden verursacht wird, der ihn in Vibrationen versetzt und dadurch diesen dumpfen Ton erzeugt. Seine niedrige Frequenz würde auch erklären, warum nur ein kleiner Prozentsatz der Menschen ihn tatsächlich hören können - ein zusätzlicher Faktor, warum das Aufspüren der Quelle so schwierig gewesen sein soll („The Hum“ Geräusche: Orte, an denen es brummt - Deutschlandkarte (Videos)).

Erstmalig wurde in den 1970er-Jahren von einem Brummen aus Plymouth berichtet, das den Einwohnern bis zum heutigen Tag eine nervige und unangenehme Geräuschkulisse beschert. „Ich habe es in den letzten Wochen mehrmals und auch jetzt am Montag und Dienstag dieser Woche wieder gehört.

Man beginnt sich zu fragen, ob es an einem selber liegt oder am Gehör, doch mein Mann sagte, er höre es ebenfalls aber würde es in der Regel nicht mehr beachten“, sagte die in Plymouth ansässige Mrs. Pat Finnie vergangene Woche gegenüber den Medien (Bild: Gemeldete Vorfälle im April 2015).

Sollte sich Ardhuin‘s Erklärung des Phänomens als richtig erweisen, würde es die betroffenen Menschen aber kaum trösten, denn diese Unterwasserwellen wird man kaum abschalten können (Elektromagnetische Einflüsse: Das CFIDS-Syndrom · Brummtöne und andere Anomalien (Videos)).