
Vor allem betroffen sind die Breitmaulnashörner (Ceratotherium simum), deren Bestand rund 20 000 Tiere beträgt. Die Wilderei sorgt dafür, dass dieser Bestand seit einigen Jahren nicht mehr wächst - die vorherige Zunahme gehörte zu den großen Erfolgsgeschichten des afrikanischen Naturschutzes. Etwas besser kommen momentan noch die Spitzmaulnashörner (Diceros bicornis) davon, die mit rund 5000 Individuen deutlich seltener sind, deren Population aber immerhin noch leicht wächst - allerdings weniger stark, als es ohne die Wilderei der Fall wäre. Als eines der Schlüsselländer für die Gefährdung der Nashörner stellt sich weiterhin Mosambik dar. Dort werden nicht nur die Tiere geschossen, vor allem dringen von dort gut organisierte Wilderer in den südafrikanischen Krüger-Nationalpark vor, der die Mehrzahl aller Nashörner beheimatet. Zudem findet die Ausfuhr über mosambikanische Flughäfen und Häfen nach Ostasien statt.
Die wichtigsten Absatzmärkte bilden weiterhin Vietnam und China, wo geriebenem Horn von Nashörnern ebenfalls medizinische Kräfte nachgesagt werden. Mit Sorge blickt der IUCN mittlerweile jedoch ebenso nach Nordkorea: Mehrere offizielle Vertreter des Landes wurden 2015 in Südafrika und Mosambik bei dem Versuch ertappt, Nashorn-Horn außer Landes zu schmuggeln. Mittlerweile werden Nashörner und auch Elefanten von professionellen Banden gewildert, die schwer bewaffnet sind und sogar Helikopter besitzen. Im Februar schossen sie in Tansania sogar einen Hubschrauber ab, der eine Antiwildereipatrouille durchführte. Der Pilot starb.



Kommentar: Frauenpower im Kampf gegen Wilderei: Die "Black Mambas" schützen Tiere vor Wilderern