Nach dem Fund einer amerikanischen Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg, müssen am Mittwochmorgen rund 8000 Schwabinger ihre Häuser verlassen. Die Entschärfung des Sprengkörpers könnte sich hinziehen.

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München - Es war gegen 15 Uhr, als die Bauarbeiter am Dienstag rostiges Metall im Erdreich freilegten. Sofort schlugen die Arbeiter Alarm. Wenig später wurde der erste Verdacht bestätigt: Es handelt sich um eine Fliegerbombe. Seitdem ruhen die Arbeiten auf der Baustelle im Bereich an der Adams-Lehmann-Straße und der Petra-Kelly-Straße südlich des Olympiaparks.
Dabei handelt es sich um eine 226 Kilogramm schwere US-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg.
Vor Ort entschieden Einsatzkräfte und den Kampfmittelräumdienst, dass noch am Abend in der Georg-Birk-Straße eine Teilevakuierung stattfinden sollte. Unter den 140 betroffenen Anwohnern befanden sich sechs Pflegepatienten. Die Leitstelle der Berufsfeuerwehr organisierte für diese Personen eine geeignete Unterkunft.
Evakuierung am Mittwoch um 10 Uhr morgens - Entschärfung gegen 15 UhrDie Entschärfung der Fliegerbombe ist, wenn alles nach Plan läuft, für Mittwochmorgen geplant. Zuerst hieß es in einer Mitteilung der Feuerwehr, dass die Evakuierungsmaßnahmen gegen 8 Uhr morgens beginnen würden - mit Warndurchsagen wurde die Bevölkerung auf die geplante Entschärfung hingewiesen. Die Vorbereitungen zogen sich hin, die Evakuierung konnte nicht, wie geplant, um 8 Uhr stattfinden. Um 9.15 Uhr gab
die Feuerwehr über Twitter bekannt, dass die Evakuierung des betroffenen Areals um 10 Uhr beginnen würde.
Für die Anwohner ist in der Olympiahalle eine Betreuungstelle eingerichtet, der Zugang erfolgt über den nördlichen Eingang. Um die Betroffenen sicher dorthin zu bringen, wurde von der Feuerwehr ein Shuttle-Service zur Olympiahalle eingerichtet. Der Bus hält an folgenden Stationen: Ackermannstraße, Elisabeth-Kohn-Straße sowie Winzerer Straße, Schwere-Reiter-Straße.
150 Feuerwehrmänner und 200 Polizisten vor OrtNach
AZ-Informationen sind aktuell rund 150 Einsatzkräfte der Feuerwehr und etwa 200 Polizisten im Einsatz. Die Münchner Polizei spricht insgesamt von rund 400 Polizisten und Feuerwehrmännern. Die Evakuierung des Gebiets stellt sich als sehr aufwändig dar - ca. 7.500 bis 8.000 Menschen müssen aus dem Areal gebracht werden. Auch das Arbeitsgericht und das Zentralfinanzamt liegen im betroffenen Bereich.
Mittlerweile ist die Evakuierung "weitgehend abgeschlossen" - die Einsatzkräfte gehen davon aus, dass die Entschärfung gegen 15 Uhr stattfinden kann. Nachdem die Evakuierung abgeschlossen ist, werden nun etliche Verkehrssperren errichtet, so dass keine Fahrzeuge mehr in den entsprechenden Bereich fahren können.
Kommentar: Die letzte Bombenentschärfung in Schwabing war nicht so erfolgreich: