Wer kennt das nicht? Vertraute Gesten, die im Umgang zuhause kaum auffallen, werden auf Auslandsreisen zu einem zwischenmenschlichen Fiasko. Damit Sie beim nächsten Mal alle Fettnäpfchen auslassen können, hat das britische Magazin „Daily Mail“ eine Übersicht sittlicher Stolperfallen zusammengestellt.
V ist nicht immer „Victory“Wenn Zeige- und der Mittelfinger in den USA den Buchstaben „V“ bilden, heißt das nichts anderes als „Peace“, „Victory“ oder einfach nur „zwei“. Nicht so beispielsweise in den anderen englischsprachigen Ländern Großbritannien, Australien und Neuseeland. Hier wird dieses Zeichen einer anderen, weltweit ebenfalls berühmten und eindeutigen Fingergeste gleichgesetzt - dem berüchtigten Stinkefinger. Bei einem „V“ wäre man auf den britischen Inseln also gar nicht „amused“. Doch Einheimischen gibt dieser Moment die große Chance, ihre Großherzigkeit zu zeigen - im Umgang mit ahnungslosen Touristen.
Reine Kopfsache
Thailand ist eines der beliebtesten Reiseziele weltweit. Millionen von Menschen aus allen Winkeln der Erde besuchen dieses Land jährlich. Nicht alle von ihnen wissen aber, dass die Thais sehr empfindlich auf Kopfberührungen reagieren. Das Haupt ist für sie der wichtigste Teil des menschlichen Körpers und erfordert sorgfältigen Umgang. Eine derartige, in Europa etwa durchaus freundliche Geste, ist in Thailand eine Respektlosigkeit. Doch die Strafe dafür ist schlimmstenfalls persönliche Abneigung - im Notfall verkraftbar. Größeres Übel droht, wenn man einen thailändischen König mit Füßen tritt: Das Portrait des Monarchen ist auf Geldscheinen abgebildet. Tritt man drauf, steht man mit einem Fuß im Gefängnis.
Im Dienste Ihrer Majestät
Die königliche Leibgarde am Tor des Buckingham Palasts ist ein absolutes Must see. Die großwüchsigen Prachtkerle in roten Uniformen und Bärenmützen sind ein beliebtes Foto- und Videomotiv. Doch Annäherungen und Anfassen, geschweige denn Respektlosigkeiten jeder Art sind strikt tabu - sonst endet die Reise auf dem Polizeirevier.
Sie sind ein A....loch, OK!
Für Millionen von Menschen auf der Welt ergeben Daumen und Zeigefinger zusammen ein freundliches „OK“. Doch Vorsicht! In Brasilien hat die im Westen so beliebte Geste eine ganz andere Bedeutung. In dem südamerikanischen Land wird der Gesprächspartner auf diese Weise auf seine Ähnlichkeit mit der besagten Körperöffnung hingewiesen.
Der Farbton macht die MusikIn Nordamerika kommt in ein Guinness oftmals ein Schuss Irish Cream und Whisky. „Irische Autobombe“ wird der Cocktail genannt - eine Anspielung auf die Unvereinbarkeit dieses Getränks mit dem Straßenverkehr. In Irland selbst sollte man es jedoch meiden, den Mix zu bestellen. Sonst droht eine Tracht Prügel. Nicht des Namens wegen, sondern: Die Kombination aus hell und dunkel ergibt ein Strohgelb - die Symbolfarbe der Royal Police, für ihre Brutalität während des irischen Unabhängigkeitskrieges berüchtigt.
Füße runter!Im Westen kann man die Füße in einer entspannten Geste schon Mal auf den Couchtisch legen. Im Nahen Osten ist das ein Affront. Die für Europäer und Amerikaner nicht ungewöhnlichen Füße auf dem Tisch sind für einen Araber ein Schlag ins Gesicht.
Schuhe aus!In vielen europäischen Ländern ist nichts dabei, wenn man in Straßenschuhen die Wohnung betritt - erst recht, wenn man zu Gast ist. In der Schweiz, in Kanada und in Russland gilt diese Regel aber nicht. Will man das Gesicht wahren, sollte man sich im Flur umschauen: Stehen dort Straßenschuhe und sehnsüchtig wartende Pantoffel, ist die Wohnung eine schuhfreie Zone.
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