Nach ähnlichen Vorfällen in den USA gab es offenbar auch in Deutschland Hackerangriffe auf Universitäten. Der Eindringling übernahm demnach Drucker und druckte hundertfach antisemitische Hetzschriften aus. Die Universitäten stellten Anzeige.
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© hashakgig1106.deviantart.com
Mehrere Universitäten in Deutschland sind offenbar Opfer eines Hackerangriffs geworden. Netzwerkdrucker und Kopierer druckten antisemitische Hetzschriften aus. Das bestätigten mehrere Universitäten den Online-Portalen der „Funke Mediengruppe“. Betroffen waren am Mittwoch unter anderem die Eberhard-Karls-Universität Tübingen, die Universität Hamburg und die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Universitäten stellen Anzeigen

Der Tübinger Universitätssprecher Karl Rijkhoek sprach von etwa 190 Ausdrucken, manche Drucker seien mehrfach angesteuert worden. „Einen vollständigen Überblick haben wir leider noch nicht, das sind nur die vorläufigen Zahlen“, sagte Rijkhoek. Momentan arbeite das Rechenzentrum daran, die Sicherheitslücke zu schließen.

Mitarbeitern der Uni Tübingen waren die Hetzschriften zuerst am Mittwochvormittag aufgefallen. Der Rektor der Universität, Bernd Engler, will Anzeige bei der Polizei erstatten. Auch die Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg-Erlangen hat den Fall dem Staatsschutz gemeldet, bestätigte eine Sprecherin der Hochschule.

Auch in den USA gab es bereits einen Vorfall

Der Hackangriff ähnelt einem Fall in den USA. An mehreren akademischen und schulischen Einrichtungen in den Bundesstaaten Kalifornien, Illinois, Massachusetts, Maryland und New Jersey druckten Netzwerkkopierer Ende März antisemitische Flyer aus.

Ein polizeibekannter, rassistischer Hacker hatte sich zu dem Angriff bekannt. Laut einem Bericht der Washington Post waren auf den Zetteln Hakenkreuze und die Internetadresse einer Neonazi-Seite aufgedruckt.

dn