Der italienischen Riviera droht eine Umweltkatastrophe: Hunderte Tonnen Öl sind bereits aus einem Leck in einer Raffinerie-Pipeline ausgetreten - und drohen nun, den bei Touristen beliebten Küstenabschnitt am Mittelmeer zu verschmutzen.
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Dem Mittelmeer bei Genua droht nach einem Leck in einer Raffinerie-Pipeline eine schwere Ölverschmutzung. Die Hafenbehörde der Stadt an der Riviera rief den Notstand aus. Wegen starken Regens hatte zuvor eine eilends errichtete Barriere im Fluss Polcevera das ausgetretene Öl nicht aufhalten können. Aus dem Leck in einer Pipeline der Raffinerie Iplom waren am vergangenen Sonntag rund 500 Tonnen Rohöl in den Fluss gelangt.

Medienberichten zufolge trieben bereits mehrere Öllachen westlich von Genua im Mittelmeer. Bürgermeister Marco Doria sagte, wahrscheinlich handele es sich dabei um Öl, das bereits in den ersten Stunden des Unglücks ausgetreten sei. Zehn Prozent davon seien bereits ins Mittelmeer gelangt, berichteten lokale Medien. Und die Gefahr, dass noch mehr Öl ins Meer fließt, sei akut. Der italienische Umweltminister Gian Luca Galletti hat nach APA-Angaben bereits zwei Schiffe in die Region geschickt, die das Öl aufsaugen sollen.

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Ein örtlicher Zivilschutzvertreter, Gianni Crivello, sprach von einer "komplizierten Lage". "Wir wissen nicht, wieviel Öl im Meer landen könnte." Genua liegt in der Nähe von mehreren Küstenschutzgebieten, darunter die Unesco-Weltkulturerbe-Region Cinque Terre.

Quelle: n-tv.de, jug/AFP