Bei einem Anschlag auf ein Militärfahrzeug in Istanbul sind mehrere Menschen verwundet worden. In der türkischen Millionenstadt hatte es in den vergangenen Monaten mehrere schwere Anschläge gegeben.
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Der Anschlag galt offenbar den Soldaten: Neben einem Fahrzeug des türkischen Militärs ist am Donnerstag eine Autobombe hochgegangen. Mindestens fünf umstehende Menschen wurden bei der Explosion verletzt, melden die Sender NTV und CNN-Türk. In dem Militärfahrzeug wurde offenbar niemand getroffen. Die US-Nachrichtenagentur AP berichtet sogar von mindestens sieben Verletzten.

Den Fernsehberichten zufolge ist unter den Verletzten auch eine Frau. Demnach ereignete sich das Attentat nahe einer Kaserne im Stadtviertel Sancaktepe im asiatischen Teil der Millionenmetropole. Auf den Fernsehbildern war zu sehen, dass das Fahrzeug, in dem sich die Explosion ereignet hatte, fast vollständig zerstört wurde.

In der Türkei gab es in den vergangenen Monaten mehrere schwere Anschläge. Im März sprengte sich auf einer Istanbuler Einkaufsstraße ein Selbstmordattentäter in die Luft. Er riss vier ausländische Touristen mit in den Tod, darunter drei Israelis. Die türkische Regierung schrieb die Tat der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) zu. Im Januar waren bei einem Selbstmordanschlag in Istanbul zwölf deutsche Touristen getötet worden.

Zudem starben im Februar und im März wurden zudem mehr als 60 Menschen bei Anschlägen im Zentrum Ankaras getötet. Zu ihnen bekannte sich eine Splittergruppe der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). Bereits seit dem vergangenen Sommer gilt in der Türkei wegen des Wiederaufflammens des Kurdenkonflikts und mehrerer Attentate des IS die höchste Alarmstufe.

vks/dpa/AP