Krisenzeiten zwingen jeden, die eigene professionelle Tätigkeit kritisch zu überdenken. So hat auch ein portugiesischer Pizzeria-Inhaber eine Umorientierung gewagt: Mit Fake-Pistole bewaffnet, hat er 12 Banken ausgeraubt, um seine Schulden bei Staat und Bank begleichen zu können, wie die portugiesische Zeitung Observador mitteilt.
Schulden,Überfall
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Pietro Riccio (36), italienischstämmiger Geschäftsmann mit Wohnsitz in Portugal, besaß einst eine Pizzeria-Kette in den Stäten Santa Maria de Feira und Vale do Sousa im Norden Portugals. Doch mit der Zeit hat er sich völlig verschulden müssen: Persönliche Ausgaben und Sozialversicherung, Schulden bei der Bank, Mautstraßen, außerschulische Aktivitäten seiner Kinder - all das wuchs ihm förmlich über den Kopf.

Für die Schuldenbegleichung sah er nur eine Lösung: ein Banküberfall. Zusammen mit einem 55-jährigen Komplizen hat er denn insgesamt 12 Banken beraubt. In einer BPI-Niederlassung in Viana do Castelo ergaunerten die beiden beispielsweise 1.827 Euro. Die Gesamtsumme des Raubgutes aller Überfälle beträgt etwa 92.000 Euro. Bis die Verbrecher von den Polizeibehörden der Stadt Porto festgenommen wurden: Am Donnerstag werden müssen sich die Bankräuber vor einem Gericht in der Stadt Matosinhos verantworten, wie Jornal de Noticias schreibt.

Alle Überfälle hatten die beiden ohne Gewalt durchgeführt: Allein mit Perücken und Plastikpistolen erbeuteten die Gangster tausende Euro. Der Unternehmer hatte derweil alle Schulden bei Finanzamt, dem Pensionsfonds und der Bank begleichen können. Sogar 20.000 Euro Mautgebühr habe er nachgezahlt. Der Anwalt bestätigt, dass sein Mandant die Mehrzahl von Schulden getilgt habe. Alle Quittierungen liegen vor, so der Jurist.

Mit dem Gerichtsverfahren dürften nun jedoch neue Geldforderungen auf den ehemaligen Pizzabäcker zukommen.