Immer wieder verschwindet Toilettenpapier aus den öffentlichen Toiletten in Peking. Nachdem die Diebstähle ausuferten, beschloss man, neue Technologien einzusetzen. Die „intelligente“ Toilettenpapierrolle mit Gesichtserkennung gegen Diebe von Toilettenpapier in öffentlichen Toiletten.
Seit Jahren gibt es ein Problem auf den öffentlichen Toiletten in China. Füllt man die Behälter mit Toilettenpapier auf, dauert es manchmal nicht mal eine Minute und die neue Rolle ist verschwunden. Der Nächste steht dann ohne Papier da.
Von der Toilettenpapier-Kleptomanie ist besonders der Himmelstempel in Peking betroffen. Sie gilt als die meistbesuchte Touristenattraktion der Hauptstadt. Seit zehn Jahren wird hier kostenlos Toilettenpapier zur Verfügung gestellt.
Egal wann und wie oft die öffentlichen Toiletten der Tempelanlage die Behälter mit dem Tissue-Papier auffüllten, es dauerte nicht lange und schon war das Papier weg.
Vor kurzem untersuchten chinesische Medien das Phänomen und fanden heraus, dass es sich bei den „Banditen“ meist um Senioren handelt. Die Diebstähle werden für das Management für die öffentlichen Toiletten zu einer finanziellen Herausforderung.
Die öffentlichen Toiletten in der chinesischen Hauptstadt haben jetzt begonnen, eine Technologie für Gesichtserkennung zu installieren. Die Software des Gerätes erinnert sich an die letzten Gesichter, und wenn die gleiche Person innerhalb einer bestimmten Zeit wieder erscheint, sorgt die automatische Rolle dafür, dass diese Person nicht an das Klopapier herankommt.
Das Management des Himmelstempels hat auch für die Besucher, die die neue Technologie nicht akzeptierten, noch herkömmliches Toilettenpapier. Allerdings stößt die neue High-Definition-Kamera auch an ihre Grenzen. Zusätzlich wird Personal gebraucht, um den Besuchern der Toiletten vorher die Kopfbedeckung und die Sonnenbrille abzunehmen, damit die Gesichtserkennung auch funktioniert. Außerdem dauert die Gesichtserkennung nicht nur drei Sekunden, wie ursprünglich gedacht, sondern manchmal auch länger. Das sorgt für zusätzliche Frustration bei den Besuchern, gerade dann, wenn diese es sehr eilig haben. Ohne Gesichtserkennung kein Toilettenpapier.
Es gibt auch Bedenken hinsichtlich der Verletzung der Privatsphäre. Mittlerweile hat die „intelligente“ Toilettenpapiermaschine auch in den Social Media für Diskussion und Spott gesorgt. Zwar sei man sich einig, dass der Diebstahl von Toilettenpapier gestoppt werden müsse, aber ob das der richtige Weg sei, daran zweifeln die User.
„Das billige Papier in der öffentlichen Toilette enthält viele giftige Materialien wie fluoreszierende Mittel. Übermäßiger Gebrauch wird nur ihre Gesundheit beschädigen „, sagte ein Benutzer auf WeChat.
Quelle
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