Sie sollten aus ihren Dörfern in Sicherheit gebracht werden, da explodierte eine Bombe neben ihrem Bus: Bei einem Anschlag in der Nähe von Aleppo sind offenbar Dutzende Zivilisten getötet worden.
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Buskonvoi in Raschidin
Kurz nach Beginn einer Rettungsaktion für die Bewohner von vier syrischen Ortschaften sind offenbar Dutzende Zivilisten Opfer eines Anschlags geworden. Das berichten sowohl Regierungsmedien als auch Oppositionsvertreter. Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien bezifferte die Zahl der Toten mit 24, das syrische Staatsfernsehen mit 39.


Kommentar: Diese Menschenrechtsorganisation ist eine Ein-Mann-Unternehmen mit Sitz in London von daher ist es sehr fragwürdig, woher die Daten über die Opferzahl kommen:

Den Berichten zufolge wurde eine Autobombe in der Nähe eines Buskonvois mit evakuierten Zivilisten gezündet. Der Anschlag ereignete sich demnach in dem von Rebellen gehaltenen Vorort Raschidin, westlich von Aleppo. Bilder der staatlichen Medien zeigten am Boden liegende Körper und Busse mit deutlichen Explosionsspuren. Eine der Hisbollah zugehörige Militäreinheit berichtete, ein Selbstmordattentäter habe die Bombe in der Nähe eines Konvois gezündet.

Mutmaßlicher Anschlagsort auf einem unverifizierten Internet-Bild

Die Evakuierung aus vier Städten war am Freitag nach mehrfachen Verzögerungen angelaufen. Hintergrund ist ein Abkommen zwischen der Regierung und Rebellen zum Austausch der Bewohner mehrerer Ortschaften.

Am Samstag geriet die Aktion allerdings ins Stocken. Nach Informationen der Beobachtungsstelle beschwerten sich die Aufständischen, dass bei der Evakuierung der regierungstreuen Städte Fua und Kafraja die im März unter Schirmherrschaft Irans und Katars getroffenen Vereinbarungen nicht eingehalten worden seien.

Dutzende Busse warteten seit Freitagabend in Raschidin, um überwiegend schiitische Bewohner zweier evakuierter Ortschaften in die Stadt zu bringen. Dort hielten sich am Samstag schätzungsweise 5000 evakuierte Syrer aus den Städten Fua und Kafraja auf.

dab/dpa/Reuters/AFP