• Bei der Explosion in einem Schaeffler-Werk im unterfränkischen Eltmann sind vier Personen schwer, möglicherweise sogar lebensgefährlich verletzt worden und neun weitere leicht.
  • Die Druckwelle sei überall im Werk zu spüren gewesen, berichten Angestellte.
  • Die Detonation ereignete sich offenbar in der Salzreinigungsanlage. Dort war offenbar eine Fremdfirma im Einsatz.
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Bei einer Explosion in einem Werk des Automobilzulieferers Schaeffler sind am Montagvormittag mindestens 13 Personen verletzt worden, vier davon schwer. Die Detonation ereignete sich gegen zehn Uhr morgens im Schaeffler-Werk in Eltmann im Landkreis Haßberge. Nach Angaben des Polizeisprechers Björn Schmitt kam es zu der Explosion in einer Salzreinigungsanlage. SZ-Informationen zufolge war gerade eine Fremdfirma im Einsatz, als eine Anlage explodierte. Der Polizeisprecher wollte dies weder bestätigen noch dementieren.

Im Werk in dem unterfränkischen Städtchen werden so genannte Tonnenrollen hergestellt. Zur Explosion soll es nach Angaben von Firmenmitarbeitern in der Härterei gekommen sein. Die Druckwelle sei überall im Werk zu spüren gewesen, berichten Firmenangestellte. Einige der Verletzten sollen sich schwere Brandverletzungen zugezogen haben. Möglicherweise bestehe Lebensgefahr bei einigen Verletzten, sagte der Polizeisprecher.

Im Werk war nach der Detonation ein Brand ausgebrochen. Dieser war um die Mittagszeit bereits gelöscht. Zunächst hatten sämtliche Mitarbeiter das Werk verlassen müssen. Inzwischen konnten etwa 80 Prozent der Angestellten wieder an ihre Arbeitsplätze zurückkehren. In Eltmann arbeiten nach Angaben von Mitarbeitern mehr als 400 Angestellte. Die Polizei hatte zunächst Großalarm ausgelöst, weil mit mehreren Schwerverletzten zu rechnen war. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz.

Das Werk in Eltmann war vor mehr als 70 Jahren vom Schweinfurter Wälzlagerkonzern FAG Kugelfischer gegründet worden. Vor 14 Jahren übernahm die Schaeffler-Gruppe aus Herzogenaurach den Betrieb.