
In dieser Zeitspanne wurden 63 Vorfälle mit einem islamistischen Hintergrund gezählt, wovon gut Dreiviertel im Vorfeld durch die Behörden vereitelt werden konnten. In 115 Fällen hatten die Täter einen rechtsextremen Hintergrund - bei einem Drittel konnten die Behörden die Ausführung der Anschlagspläne verhindern. Der rechte Terror endet häufiger tödlich: In beinah jedem dritten Fall sind Tote zu beklagen, während islamistisch motivierte Anschläge in 13 Prozent der Fälle tödlich enden.
Dennoch wurden insgesamt mehr Menschen durch islamistischen Terror getötet als durch rechte Attentate: Bei islamistischen Anschlägen kamen in dem Zeitraum 90 Menschen ums Leben, bei rechten Terrorakten waren 79 Tote zu beklagen. Die Diskrepanz ist laut der Studie auf den Amoklauf von Fort Hood im Jahr 2009 zurückzuführen, bei dem der Täter allein 13 Menschen erschoss.
Terror von links führte zu sieben Todesopfern bei insgesamt 19 Vorfällen - hauptsächlich im Zusammenhang mit Tierrechten und Umweltschutz. Die Erschießung des republikanischen Kongressabgeordneten Steve Scalise im Juni sei eine „Anomalie“ im Bereich des linken Terrors.
Behörden in viele Anschlagspläne involviert
Die hohe Erfolgsquote bei der Verhinderung islamistischer Anschläge dürfte dem hohen Anteil von sogenannten „Sting-Operationen“ geschuldet sein. Diese werden von den Sicherheitsbehörden über Mittelsmänner eingefädelt, die Terrorverdächtige zu kriminellen Akten animieren und diese festnehmen, bevor es zur Ausführung der Taten kommt. Die ausufernde Praxis der „Sting-Operationen“ im Bereich des islamistischen Terrors führte in der Vergangenheit immer wieder zu Kritik. In Bereich des rechten beziehungsweise linken Terrors liegt der Anteil solcher Operationen bei 12 respektive 10,5 Prozent.



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