Syrien
© Reuters/ Rodi Said
Die US-geführte internationale Koalition hat Stellungen der Demokratischen Kräfte Syriens (DKS) in der Provinz Rakka versehentlich angegriffen und mindestens 30 Soldaten getötet, teilte ein hochrangiger Vertreter des Militärbündnisses der Agentur Sputnik Türkiye mit.

„Die Koalition hat die Luftschläge am 8. Juli versetzt. Kampfjets der Koalition nahmen DKS-Einheiten, die gegen den Daesh (auch Islamischer Staat, IS - Anm. d. Red.) vor Rakkas Wehrmauer kämpften, unter Beschuss“, sagte eine Quelle, die anonym bleiben wollte. Bei dem Angriff kamen demnach 30 Kämpfer des Militärbündnisses, alles Araber, ums Leben, 15 weitere erlitten schwere Verletzungen.

Wie die Quelle weiter mitteilte, wusste die Führung der Koalition nicht, dass Einheiten der Demokratischen Kräfte Syriens bereits in diesen Bezirk von Rakka eingedrungen waren.

„Ihr (der Führung - Anm. d. Red.) war nur bekannt, dass sich auf diesem Territorium Positionen der Daesh-Kämpfer befinden. Deswegen versetzten die Jets der Koalition ihre Luftschläge in dieser Region“, so die Quelle.

Das ist nicht das erste Mal, dass Jets der internationalen Koalition mit den USA an der Spitze DKS-Stellungen bombardieren. Der letzte Vorfall hatte sich im Norden von Rakka ereignet. Damals kamen 18 Kämpfer des Bündnisses ums Leben.