Der UN-Sicherheitsrat hat die bislang schärfsten Sanktionen gegen Nordkorea verhängt. Das höchste UN-Gremium stimmte am Samstag einstimmig für eine Resolution, die Ausfuhrverbote auf Kohle, Eisen, Eisenerz, Blei, Bleierz sowie Fisch und Meeresfrüchte enthält. Die Exporterlöse des international isolierten Landes würden damit um eine Milliarde US-Dollar und so mindestens um ein Drittel gekürzt.


Kommentar: Wer wird unter diesen Sanktionen leiden? Hauptsächlich die Bevölkerung und nicht die Führung in Pjöngiang.


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UN-Sicherheitsrat verhängt bislang schärfste Sanktionen gegen Nordkorea
Es handle sich um die "härteste Reihe an Sanktionen gegen irgendein Land in einer Generation", sagte die UN-Botschafterin der USA, Nikki Haley, in der Sitzung. Die Führung in Pjöngjang werde den Entzug zu spüren bekommen, den sie dem nordkoreanischen Volk auferlegen wolle. US-Präsident Donald Trump hob hervor, dass die Entscheidung im Sicherheitsrat einstimmig, also mit 15:0 Stimmen gefallen sei, und dankte China und Russland für ihre Zusammenarbeit.

Die zehnseitige Resolution verurteilt die jüngsten Raketentests auf das Schärfste und bezeichnet diese als "gewalttätige und unverhohlene Missachtung" bestehender Resolutionen. Zudem verhängte das höchste UN-Gremium Reiseverbote gegen neun Nordkoreaner, die an Bank- und Militärgeschäften beteiligt sind.