Der Kanzlerkandidat bezeichnet die Lage im Mittelmeer als hochbrisant und warnt vor einer Wiederholung des Sommers 2015. Er kritisiert auch die Politik der Kanzlerin.
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Schulz: Trump ist ein Risiko für die ganze Welt
SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will die Flüchtlingskrise im Wahlkampf thematisieren. Die Lage sei angesichts der hohen Zahl von Flüchtlingen, die über das Mittelmeer nach Europa kommen, hochbrisant, sagte der SPD-Chef der Bild am Sonntag. "Wer auf Zeit spielt und versucht, das Thema bis zur Bundestagswahl zu ignorieren, verhält sich zynisch."

Schulz kritisiert, dass 2015 mehr als eine Million Flüchtlinge "weitgehend unkontrolliert" nach Deutschland kamen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wirft er vor, damals aus gut gemeinten Gründen, aber ohne Absprache mit anderen EU-Staaten die Grenze für Flüchtlinge geöffnet zu haben.


Kommentar: Ja und wer hat Bomben auf die Länder der Flüchtlinge geworfen?


In der kommenden Woche will der SPD-Spitzenkandidat zu Gesprächen mit der italienischen Regierung über die Flüchtlingskrise nach Rom reisen. Schulz schlägt vor, dass andere EU-Staaten Italien gegen finanzielle Unterstützung Flüchtlinge abnehmen. Deutschland will er davon aber ausnehmen: "Jetzt sind die anderen EU-Mitgliedsstaaten dran."

Der SPD-Chef forderte zudem eine europäische Afrikastrategie: "Mehr Fairness im Handel, mehr und effizientere Entwicklungshilfe, ein Stopp der Waffenverkäufe in Krisenregionen", sagte er der Zeitung. "Ohne eine wirtschaftliche Perspektive für Afrika wird es kein Ende des Flüchtlingsdramas geben."


Kommentar:
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Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer erwartet einen Wiederanstieg des Flüchtlingszuzugs nach Deutschland und beharrt auf einer Obergrenze für die Aufnahme. "Im Moment ist die Lage beruhigt. Aber wir wissen alle: Die Migrationswelle wird weitergehen", sagte der bayerische Ministerpräsident der Welt am Sonntag. Die CSU denke, dass Deutschland nicht mehr als 200.000 Flüchtlinge jährlich verkraften könne, damit Integration möglich sei.

ZEIT ONLINE, dpa, KNA, spo