Ungeachtet der Forderung des irakischen Parlaments nach einem Abzug aller ausländischen Truppen aus ihrem Hoheitsgebiet und dabei besonders der Amerikaner, will die NATO anscheinend ihre Einsätze in dem Land noch verstärken.
Dany Fortin
© AFP Sabah Arar
Der kanadische Generalmajor Dany Fortin war bis Ende November 2019 Leiter der NATO-Mission im Irak, über deren Zukunft heute in Brüssel entschieden wird.
Offiziell wurde die NATO-Mission im Irak Anfang Januar ausgesetzt, nachdem sich die Krise im Zweistromland wegen der Ermordung von zwei iranischen und irakischen Top-Kommandeuren durch die USA zuspitzte. Brüssel will heute über die Zukunft des Einsatzes entscheiden.

Die NATO-Verteidigungsminister beraten am Mittwoch über das weitere Vorgehen ihrer derzeit ausgesetzten Ausbildungsmission im Irak. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hatte jüngst betont, das Militärbündnis könne sich im Irak stärker im Kampf gegen den Terror engagieren. Zu dem zweitägigen Treffen wird auch Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) erwartet. Es ist ihr erster öffentlicher Auftritt im Ausland, seit sie am Montag ihren Rücktritt vom CDU-Vorsitz ankündigte.

~ RT Deutsch
Im Januar stimmte das irakische Parlament für den Abzug:
Das irakische Parlament hatte im Januar den Abzug ausländischer Truppen aus dem Land gefordert. Am 24. Januar kam es zu dem sogenannten Millionenmarschin Bagdad, an dem unterschiedlichen Angaben zufolge bis zu vier Millionen Menschen teilnahmen und den Abzug aller ausländischen Truppen aus dem Irak forderten.

Langfristig will die NATO aber auch auf Drängen von US-Präsident Donald Trump in der Region bleiben und über ihre dortige Rolle allgemein beraten.

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