In Libyen, das noch vor einem Jahrzehnt das reichste und fortschrittlichste Land Afrikas war (unter der Führung des durch die USA und ihrer Alliierten ermordeten Staatsführers Muammar al-Gaddafi), geht es weiterhin steil bergab.
Fathi Baschagha
© Reuters Zoubeir Souissi/Reuters
Libyens Innenminister Fathi Baschagha erhofft sich Stabilität durch US-Truppen, bei einer Pressekonferenz in Tunis (26. Dezember 2019)
Einst wegen seines Wohlstands als die "Schweiz Afrikas" bezeichnet, gilt Libyen heute als Paradebeispiel für einen "gescheiterten Staat".

~ RT Deutsch
Der derzeitige Innenminister des Landes, Fathi Baschagha, will für die Stabilität des Landes allen Ernstes ausgerechnet US-Militär ins Land holen.
Die von der UN anerkannte libysche "Regierung der Nationalen Übereinkunft" (englisch "Government of National Accord", GNA) wünscht sich offenbar Militärpräsenz der USA in ihrem Land. Innenminister Fathi Baschagha sagte Bloomberg dazu:
"Wenn die USA um einen Stützpunkt bitten, hätten wir als libysche Regierung nichts dagegen - zur Bekämpfung des Terrorismus, des organisierten Verbrechens und um ausländische Einmischungen abzuwehren. Ein amerikanischer Stützpunkt würde zu Stabilität führen."
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Das I-Tüpfelchen kommt aber erst noch. Der Grund für sein Vorhaben wird von der US-Marionette Baschagha mit der Einmischung Russlands gerechtfertigt.
Gegen wessen Einmischung sich die Präsenz der US-Armee vornehmlich richten soll, machte Baschagha anschließend deutlich. So behauptete er, dass die Russen "eine große Strategie in Libyen und Afrika" hätten. Der Innenminister betonte die strategische Bedeutung Libyens, wenn es Washington darum gehe, Moskaus Drängen auf globalen Einfluss entgegenzuwirken. Man dürfe Russland keinen Raum lassen, "den es ausnutzen kann", begründete Baschagha die Forderung nach einer Stationierung von US-Truppen.

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